Die Longlist steht: Unabhängige stark vertreten

Logo Deutscher Buchpreis 2013, PressefotoAuch in diesem Jahr wird der Deutsche Buchpreis 2013, der mit 25.000 Euro für den besten Titel dotiert ist, wieder zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse am 7. Oktober verliehen. Im Gegensatz zum letzten Jahr verspricht dieser jedoch eine gewisse Spannung: Stark vertreten auf der Longlist sind diesmal SchriftstellerInnen mit Romanen aus unabhängigen Verlagen.

von NADINE HEMGESBERG

Die Shortlist des vergangenen Jahres las sich wie der Suhrkamp-Katalog. Mit gleich drei Titeln ging der Verlag unter den letzten sechs ins Rennen um den Deutschen Buchpreis 2012 und musste sich doch geschlagen geben. Ursula Krechel setzte sich mit ihrem Roman Landgericht (Jung und Jung) gegen Clemens J. Setz (Indigo, Suhrkamp), Stephan Thome (Fliehkräfte, Suhrkamp), Ulf Erdmann Ziegler (Nichts Weißes, Suhrkamp), Ernst Augustin (Robinsons blaues Haus, C.H.Beck) und Wolfgang Herrndorf (Sand, Rowohlt) durch. Die Longlist des letzten Jahres war ebenso vielfältig wie die diesjährige, mit Verlagen wie Wallstein, Matthes & Seitz und ähnlichen. Die Chance, dass auch dieses Jahr wieder ein Roman der unabhängigen Verlage, trotz vermeintlicher Dominanz der Publikumsverlage, die Nase vorn haben könnte, ist bei dieser von der Jury rund um Helmut Böttiger gewählten Longlist mit 20 Titeln, gar nicht mal so unwahrscheinlich. Aus 201 Titeln, die zwischen Oktober 2012 und 11. September 2013 erschienen oder noch erscheinen werden, hat die siebenköpfige Jury diese Titel nominiert. Dabei prallen auf der Longlist Größen wie Urs Widmer (Reise an den Rand des Universums, Diogenes) und Reinhard Jirgl (Nichts von euch auf Erden, Hanser) auf VertreterInnen der jüngeren SchriftstellerInnengeneration.

Urgesteine und DebütantInnen

Die siebenköpfige Jury   Foto: © Harald SchröderFür eine Überraschung (befindet auch der Spiegel) sorgte die Nominierung der Debütantin Monika Zeiner mit ihrem Roman Die Ordnung der Sterne über Como aus dem Blumenbar Verlag. Und der mit seinem zweiten Roman (Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war, Kiepenheuer & Witsch) vertretene Joachim Meyerhoff, der schon beim Bachmannpreis eine äußerst gute Figur machte, könnte auch in diesem „Bewerb“ lange dabei sein. Vielleicht machen es aber auch die äußerst bekannten und publikumsstarken Autoren Thomas Glavinic (Das größere Wunder, Hanser) und Daniel Kehlmann (F, Rowohlt) unter sich aus. Die beiden als Kontrahenten gegenüberzustellen ist ein wenig amüsant vor dem Hintergrund des Romans Das bin doch ich von Glavinic, in dem sich das dortige Schriftsteller-Ich nach Ruhm und Auszeichnungen sehnt, jedoch immer nur der Freund Kehlmann mit Preisen bedacht wird.

Spiegel und der MDR (weiterlesen …) sehen jedoch auch Clemens Meyer (Im Stein, S. Fischer) unter den Favoriten. Die komplette Longlist des Deutschen Buchpreises 2013 kann auf deren Homepage eingesehen werden (weiterlesen …), die aus sechs Romanen bestehende Shortlist wird am 11. September von der Jury bekannt gegeben.

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