Auf eine literarische Empörung KW. 33

Offizielles Logo des Deutschen Buchpreies 2014Gestatten Hemgesberg. Am Mittwoch wurde die alljährliche Longlist mit den 20 Anwärterromanen für den Deutschen Buchpreis veröffentlicht. Eben jene Liste führte zu allerlei Reaktionen seitens des Feuilletons, größtenteils keine guten. Wo sind die Frauen? Wo ist der Herbst? Wo sind die Indies? Warum? Wieso? WTF?

von NADINE HEMGESBERG

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Normandie-Melancholie

Mirko Bonné - Nie mehr Nacht   Cover: SchöfflingIn Nie mehr Nacht erzählt Mirko Bonné von einem Künstler am Rande einer Zeichenblockade – und das mittels einer malerischen und stimmungsvollen Sprache, die aus seinen Worten Bilder macht.

von STEFANIE KÄHNE

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Deutscher Buchpreis für Terézia Mora

Logo Deutscher Buchpreis 2013, PressefotoWer hätte das gedacht? Terézia Mora gewinnt den Deutschen Buchpreis 2013 mit Das Ungeheuer und setzt sich gegen Mirko Bonné, Reinhard Jirgl, Clemens Meyer, Marion Poschmann und Monika Zeiner durch. Ein „perspektivenreicher Nekrolog“ und eine „lebendige Road-Novel“ hat also am Ende die Nase vorn.

von NADINE HEMGESBERG

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Das letzte Buch

Urs Widmer - Reise an den Rand des Universums   Cover: Diogenes„Kein Schriftsteller, der bei Trost ist, schreibt eine Autobiographie. Denn eine Autobiographie ist das letzte Buch. Hinter der Autobiographie ist nichts. Alles Material verbraucht. Kein Erinnerungsrätsel mehr.“ Urs Widmer tut es dennoch und beweist in Reise an den Rand des Universums, dass die Geschichte des eigenen Lebens zu erzählen weit mehr ist, als die letzten noch unverbrauchten „Tatsachen“ zusammenzutragen und sie dem Voyeurismus der Leserinnen und Leser preiszugeben.

von SOLVEJG NITZKE

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Feuerwerk der Ideen auf engem Raum

Daniel Kehlmann - F   Cover: RowohltDie meisten werden bei Daniel Kehlmann wohl an DieVermessung der Welt denken, doch sein neuer Roman F hat nicht besonders viel mit diesem Vorgänger gemein. Wer sich auf eine weitere humorvolle Erzählung einstellt, wird enttäuscht, denn F ist voll dunkler, nichtgreifbarer Vorahnungen und unheilvoller Träume.

von KATHARINA WINTER

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Schöner Scheitern

Uwe Timm - Vogelweide Cover Kiepenheuer&WitschWo liegt es, das verlorene Paradies? Ist es eine raue Nordseeinsel? Ist es die Erinnerung an eine glorreiche Vergangenheit? Ist es der eine geliebte Mensch, der einen verlassen hat? Vielleicht finden sich Antworten auf der Vogelweide von Uwe Timm.

Von KARIN BÜRGENER

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Rotkäppchen ist eine Hure

Clemens Meyer - Im Stein   Cover: S. FischerClemens Meyer ist mit Im Stein ein fulminanter Gesellschaftsroman gelungen, der sich zu Recht auf der diesjährigen Shortlist des Deutschen Buchpreises wiederfindet. Im Stein ist ein wahres Spiegelkabinett der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und historischen Ereignisse und Entwicklungen seit der Wende. Diese vielstimmige Montage aus Rotlicht-Biographien, manchmal surreal, manchmal zutiefst spießig, manchmal höchst aufgeräumt, aber nie klischeehaft, entwickelt einen wahren Erzählsog, dem sich der Leser nicht zu entziehen vermag.

von NADINE HEMGESBERG

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Wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was!

Judith Kuckart - Wünsche   Cover: DumontWas tun, wenn man sein ganzes Leben vergeudet hat? Was tun, wenn man sich ein ganz anderes Leben wünscht? Ganz klar: Weggehen, von vorne anfangen. Judith Kuckart behandelt in ihrem neuen Roman Wünsche ein Thema, das bereits vielfach literarisch aufgearbeitet wurde: die gute, alte Midlife-Crisis. Leider kann sie dem nicht viel Neues hinzufügen.

von ESRA CANPALAT

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Ade Kehlmann und Glavinic

Logo Deutscher Buchpreis 2013, PressefotoDie siebenköpfige Jury des Deutschen Buchpreises 2013 hinter Jurysprecher Helmut Böttiger hat entschieden. Die sechs FinalistInnen der Shortlist wurden heute Morgen in Frankfurt bekanntgegeben. Nicht unter ihnen: die vom Feuilleton hoch gehandelten Schriftsteller Daniel Kehlmann (F, Rowohlt) und Thomas Glavinic (Das größere Wunder, Hanser).

von NADINE HEMGESBERG

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Einer schrieb über das Kuckucksnest

Meyerhoff CoverAls Sohn des Direktors inmitten einer Psychiatrie aufwachsen – das ist nur oberflächlich das Thema von Joachim Meyerhoffs Roman Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war. Tatsächlich geht es um das Einbrechen des Todes in eine nur scheinbar heile Kinderwelt und das Ordnen der Vergangenheit durch die orientierende Kraft des Erzählens. Ein Buch, dessen enorm erheiternder Anfang ebenso gelungen ist wie sein nachdenkliches Ende.

Von LINA BRÜNIG

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