Doctor’s Diary (6): Wissenschaftlicher Rassismus

Hans Christoph Buch: Kain und Abel in Afrika; Cover: Volk und Welt

Wenn Rassismus als vermeintlich wissenschaftlich fundiertes Theoriegebilde daherkommt, dann fallen selbst gebildete Menschen darauf herein. Dies gilt nicht nur für vergangene Tage, sondern setzt sich bis in unsere heutige Zeit fort. Im Falle Ruandas sind selbst die Publikationen einiger renommierter Autoren bereits nach dem Genozid von 1994 genau solche Theorien verbreiten – und diese Theorien wirken nach. Eine Spurenlese.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (5): 1 Million Tote in 100 Tagen

Viele der ruandischen Traditionen sind durch die Kolonialisierung verlorengegangen. Dazu zählen auch die traditionellen Frisuren, amasunzu genannt.

Wer den Völkermord in Ruanda verstehen will, muss einen Blick in die Geschichte des Landes werfen. Und siehe da: Kolonialismus, Pseudowissenschaft, Machtausübung zu Lasten der Bevölkerung und am Ende überlässt man die Afrikaner sich selbst. Ruanda ist ein Paradebeispiel für die (Post-)Kolonialpolitik der europäischen Staaten – versagt haben sie alle. Inklusive der ruandischen Mehrheitsbevölkerung, die sich von den rassistischen Fantasien der Machthaber einlullen ließ.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (4): Warum über einen anderen Genozid schreiben

Paul Rusesabagina in der US-Botschaft in Schweden im Jahr 2013.

Nach den ersten Monaten der Organisationsphase möchte ich in der heutigen Kolumne auf die inhaltliche Findungsphase zu sprechen kommen. In meinem speziellen Fall soll es dabei um ein kleines ostafrikanisches Land gehen, dessen grausame Geschichte das Geschichtenerzählen notwendig macht: Ruanda. 1994 fand in etwa 100 Tagen ein Völkermord statt und kostete über 800.000 Angehörige der Bevölkerungsminderheit der Tutsi das Leben.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (3): Das Doktorandenkolloquium

In diesen Wänden wird fleißig diskutiert. Copyright: Leo Tiresias.

Der Austausch mit Gleichgesinnten – auch für die Forschergemeinde ist das Gespräch eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich auszutauschen. Natürlich nennen wir das Gespräch nicht einfach Gespräch, sondern latinisieren das Wort zu einem Kolloquium. Im Falle der angehenden Doktoren der Literaturwissenschaft setzt man den Wunschtraum kurzerhand vor das Gespräch und erhält eine wunderbare Möglichkeit, mit der eigenen Arbeit voranzukommen.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (2): Promotionsstipendienbewerbung

Ob Auguste Rodins berühmte Statue Le Penseur auch einen Studierenden zeigt, der über die Finanzierung seiner Promotion nachdenkt?

Bleiben wir in dieser Kolumne zur Abwechslung (Vorsicht: Ironie!) bei den ellenlangen Wörtern und werfen einen Blick in den langweiligen Promotionsalltag, der sich der Finanzierung widmet! Hierbei gibt es je nach Studiengang unterschiedliche Möglichkeiten, die sich im Falle der Geisteswissenschaften jedoch schnell erschöpfen. Die beste Möglichkeit für viele Studierende ist die Bewerbung um ein Stipendium.

von THOMAS STÖCK

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Doctor’s Diary (1): Inkompetenzkompensationskompetenz

Der Lohn harter Arbeit: ein Fläschchen Sekt.

Erlangt man einen Abschluss, so bedeutet dies immer, dass man am Scheideweg steht. Für diejenigen unter euch, die sich fragen, was nach dem Master kommt, haben wir uns überlegt, unsere eigenen Erfahrungen als Promotionsstudierende zu teilen. Dieser Artikel stellt den Auftakt dieser neuen Serie dar. Zum Einstieg lassen wir das Masterstudium mit einem Zungenbrecher ausklingen und fragen uns, wovon man in den kommenden Jahren leben soll.

von THOMAS STÖCK

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