Don Quijote liest Don Quijote

Miguel de Cervantes (1547–1616) in einem Stich von Geroge Vertue aus dem Jahr 1742

Am 29. September 1547 erblickt Miguel de Cervantes das Licht der Welt. In den Jahren 1605 und 1615 entspringen seiner Feder zwei Bücher, die bis heute Leser um den gesamten Globus begeistern. In ihnen schwingt sich der Büchernarr im wohl ureigensten Wortsinn Don Quijote dazu auf, den Helden seiner Ammenmärchen nachzueifern. Dabei stößt er auch auf ein Buch, das von ihm selbst erzählt. Dieses spannende Zeugnis von Metaliteratur stellen wir heute ins Rampenlicht.

von THOMAS STÖCK

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Linke Politik und Eugenik um 1900

H. G. Wells (18661946) um 1890; Fotograf: Frederick Hollyer

Der Traum von einer genetisch perfektionierten Menschheit ist ein (pseudo-)
wissenschaftliches Modethema um die Jahrhundertwende. Quer durch das politische Spektrum hinweg denkt man dabei gern in Extremen. Besonders die Eugenik mausert sich in diesen Jahren zu der Paradedisziplin für die vermeintliche Verbesserung der Menschheit – zu Ungunsten von Mitmenschen, die als nicht lebenswert erachten werden. Ein Warnruf anhand des Geburtstagskinds H. G. Wells, der der Eugenik selbst ambivalent gegenüberstand.

von THOMAS STÖCK

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Agatha Christie, Queen of Crime

Agatha Christie (1890–1976); Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

Sie gilt als die meistgelesene und -verlegte Schriftstellerin aller Zeiten, übertroffen wird sie nur von der Bibel und William Shakespeare – Grund genug, über Agatha Christie zu sprechen. Doch nicht nur ihr Werk, auch ihre Biografie ist einen Blick wert. Denn die ist für eine Frau, die im späten 19. Jahrhundert auf die Welt kam, mindestens als ungewöhnlich zu bezeichnen. Ihren Beinamen Queen of Crime verdankt sie den insgesamt 66 Kriminalromanen, die sie im Laufe ihres Lebens verfasst hat. Doch Christie konnte nicht nur Krimi – sie veröffentlichte auch zahlreiche Kurzgeschichten und Theaterstücke.

von REEMDA HAHN 

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Gescheiterter Künstler, gefeierter Künstler

Akira Kurosawa (1910–1998) vor Beginn seiner großen Karriere im Jahr 1937.

Heute vor 24 Jahren ist der japanische Regisseur Akira Kurosawa gestorben. Wenige Filmemacher haben eine solch große Anzahl an filmischen Meisterwerken hinterlassen wie der Japaner. Egal ob Historienepos, Kriminalfilm oder Gesellschaftsdrama – Kurosawas Filme gehören immer noch mit zu den besten, die die Filmwelt zu bieten hat. Dabei wollte Kurosawa eigentlich gar nicht Regisseur werden und am Anfang seiner Filmkarriere stand auch noch der Tod eines geliebten Menschen.

von CARO KAISER

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Als Prometheus den Menschen das Leben brachte

Mary Shelley im Jahr 1840, Porträt von Richard Rothwell.

Heute vor 225 Jahren erblickte Mary Shelley das Licht der Welt. Ihr bekanntestes Werk Frankenstein oder Der moderne Prometheus wurde in vielfältigen Adaptionen auf die Filmleinwand gebracht und ist deshalb bis heute Teil unseres kulturellen Gedächtnisses. Doch warum trägt das Werk überhaupt den Untertitel Der moderne Prometheus? Dieser Frage gehen wir heute auf den Grund.

von THOMAS STÖCK

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Die unendlichen Weiten der Fantasie

Jorge Luis Borges (1899–1986) im Jahre 1976

Jorge Luis Borges war ein Meister des prägnanten Wortes. In seinen Erzählungen gelang es ihm, seine Leser an die Grenzen der Vorstellungskraft zu treiben. Neben seiner überbordenden Vorstellungskraft rekurrierte der argentinische Begründer der lateinamerikanischen Fantastik auf einen reichhaltigen Fundus an literarischen und philosophischen Bezugstexten – in diesem Wortelabyrinth kann man sich verirren!

von THOMAS STÖCK

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Mehr über einen Autor, den Sie nicht kennen, als irgendwo sonst im Netz

Johannes Linnankoski (1869–1913) im Jahr 1906

In unserem heutigen Porträt widmen wir uns einem Autor, der in Deutschland so unbekannt ist, dass er noch nicht einmal einen eigenen Wikipedia-Artikel hat. Dabei hat Johannes Linnankoski mit Laulu tulipunaisesta kukasta (dt.: Das Lied der glutroten Blume) einen der bekanntesten Romane der finnischen Nationalliteratur geschrieben. Den Roman kennen Sie noch weniger als den Autor? Wenig verwunderlich, ist Linnankoskis Werk doch bis heute in der Bundesrepublik Deutschland nicht erschienen. Heute jährt sich Linnankoskis Tod zum 109. Mal – Grund genug, einen genaueren Blick auf diesen anti-romantischen Romantiker zu werfen. Und auf ein formatives Kinoerlebnis in Frankreich.

von CARO KAISER

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Shylock, Ikone des Antisemitismus

Der für seine Antihelden-Darstellungen bekannte Schauspieler Ernst von Possart als Shylock, etwa um 1904.

„Ein Pfund Fleisch“: Diese Forderung ist der grausame Ruf nach Gerechtigkeit eines Menschen, dem übel mitgespielt wird. Die Figur Shylock erblickte um 1600 im Kaufmann von Venedig das Licht der Shakespeare’schen Bühnenwelt und steht bis heute wie keine zweite für das Schicksal der jüdischen Bevölkerung. Was uns Shylock noch heute zu erzählen hat, davon zeugt das heutige Porträt.

von THOMAS STÖCK

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Kinderbuchautor und Satiriker

Erich Kästner (1899–1974) um 1930; Foto: Grete Kolliner

Erich Kästner, dessen Todestag sich heute zum 48. Mal jährt, ist wohl so gut wie jedem aus der Kindheit bekannt – ob Emil und die Detektive oder Das fliegende Klassenzimmer sowie die 2002 erschienene Verfilmung, die jedes Jahr zu Weihnachten gezeigt wird. Kästner hat aber nicht nur Kinderbücher geschrieben. Auch seine Romane und seine Lyrik sind thematisch immer noch aktuell.

von CELINA FARKEN

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The Importance of Being Ernest

Passfoto Ernest Hemingways im Jahre 1923. Zu dieser Zeit hielt er sich in Paris auf.

Vor genau 123 Jahren erblickte Ernest Miller Hemingway das Licht der Welt. Bekannt ist er uns heute nicht nur für seinen reduktionistischen Schreibstil, der uns als Eisberg-Theorie geläufig ist. Auch war er ein prototypischer Macho, dessen Figuren genau die Werte verkörpern, die auch Hemingways öffentliches Bild prägten. Doch trotz ihrer Chauvi-Attitüde lässt sich seinen Werken weiterhin viel Positives abgewinnen.

von THOMAS STÖCK

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