Die Tragik des verfluchten Clowns

Verdis "Rigoletto" im Essener Aalto-Theater Foto: Matthias Jung

Verdis „Rigoletto“ im Essener Aalto-Theater Foto: Matthias Jung

Der Horror-Clown hat nicht nur einen Weg aus den USA nach Europa, sondern auch ins Ruhrgebiet gefunden: Mit Verdis Rigoletto sind auf der Bühne des Essener Aalto-Theaters eine Menge maskierter Fratzen zu sehen und verzerren das Bild des einst harmlosen Spaßmachers. Regisseur Frank Hilbrich zeigt eine größtenteils gelungene Kombination aus der Tragik einer ‚self-fulfilling prophecy‘, Horrormotiven sowie klugen Metaebenen – und eine Menge Luftballons.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Leidenschaften, Langeweile und verpasste Lebenschancen

"Eugen Onegin" an den Wuppertaler Bühnen Foto: Uwe Stratmann

„Eugen Onegin“ an den Wuppertaler Bühnen Foto: Uwe Stratmann

Toshiyuki Kamioka (musikalische Leitung) und Ansgar Haag (Regie) bringen Tschaikowskis Oper Eugen Onegin auf die Wuppertaler Bühnen. Im Zentrum stehen Langeweile am Leben, die Tragik großer Leidenschaften zur Unzeit und die Reue über vertane Chancen. Während der Abend musikalisch und darstellerisch überzeugt, hätte man der Inszenierung etwas mehr Mut zum Risiko gewünscht.

von ANTONIA RUMPF Weiterlesen

Ein Augenblick gelebt im Paradiese

"Don Karlos" am Schauspielhaus Bochum Foto: Diana Küster

„Don Karlos“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Diana Küster

Jan Neumann inszenierte schon so manches am Bochumer Schauspielhaus, u. a. Bunbury oder Wassa Schelesnowa. Mit seiner Deutung des Don Karlos gelingt ihm nun der große Tragödienwurf: Hochkarätige Darsteller, sprachliche Sternstunden und ein opulentes Bühnenbild bereichern den Spielplan wie schon lange keine Produktion mehr. Wer seine geballte Aufmerksamkeit für ein paar Stunden opfert, wird reich belohnt.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Kreideumriss eines Theaterklassikers

Kabale und Liebe / Schauspielhaus Bochum / Foto: Thomas AurinZentralabitur-Alarm: Die Bochumer Kammerspiele zeigen Schillers Kabale und Liebe. Für Schiller-Neulinge eine der seltenen Gelegenheiten, den Stoff textgetreu und ohne störende Inszenierung auf sich wirken zu lassen. Der Rezensent blieb mit Teilen des Publikums ratlos zurück. Eine Spurensuche.

von FABIAN MAY

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