Erschütternder Wandel einer Persönlichkeit durch den Einfluss von Manipulation

John Boyne - Der Junge auf dem Berg Cover: Fischer

John Boyne – Der Junge auf dem Berg Cover: Fischer

Mit Der Junge auf dem Berg hat John Boyne nach Der Junge im gestreiften Pyjama (2006) einen weiteren Jugendroman geschrieben, der sich mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust beschäftigt. Das Buch handelt von dem Jungen Pierrot, der in Paris aufgewachsen ist und nach dem Tod seiner Eltern auf den Berghof, die Sommerresidenz Adolf Hitlers, zu seiner dort arbeitenden Tante Beatrix kommt. Aus dem kleinen französischen Jungen Pierrot, dessen bester Freund der Jude Anshel war, wird hier der deutsche Peter, der stolzes Mitglied der Hitlerjugend wird.

von ANNA LENA KNIEPER Weiterlesen

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Die (un)spaßige Hitler-Revue

Er ist wieder da in Castrop-Rauxel   Foto: Volker BeushausenTimur Vermes gelang mit seiner Hitler-Satire Er ist wieder da 2012 wahrlich ein Instanterfolg beim deutschsprachigen Publikum und war ein Jahr lang nicht aus der Spiegel-Bestsellerliste zu verdrängen. Einerseits gefeiert, andererseits vom Feuilleton demontiert, knackte Vermes mit seinem Roman und der dazugehörigen Hörbuchfassung mit Christoph Maria Herbst die Millionengrenze der Verkaufszahlen. Zeitgleich mit dem Landestheater Schwaben sicherte sich nun das Landestheater Westfalen die Aufführungsrechte: Regisseur Gert Becker brachte in Castrop-Rauxel eine klamaukig-ernste Hitler-Revue auf die Bühne, die nun auf Tournee geht.

von NADINE HEMGESBERG

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Auf ein literarisches Schnittchen KW 50

Platte mit Schnittchen   Quelle: User 4028mdk09 WikimediaGestatten: Hemgesberg. Ich lade Sie hier und heute auf ein einfaches Häppchen, das Schnittchen der vergangenen Woche ein – die vielleicht langweilig anmutende, doch vieldiskutierte Scheibe Brot aus dem Literaturbetrieb. Setzen Sie sich, es ist genug geschehen in dieser Welt der intellektuellen Protestierer und Stöcke-und-Steine-ins-wissenschaftliche-Getriebe-Schmeißer, damit wir ein wenig plaudern können: 562 internationale AutorInnen sprechen sich gegen Überwachung aus, die wissenschaftlich kommentierte, kritische Ausgabe von Hitlers Mein Kampf wird nicht weiter finanziert und ein vorzeitiger Jahresrückblick.

von NADINE HEMGESBERG

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