Schachmatt nach 1001 Nacht

Abo Iaschaghaschwili: Royal Mary. Ein Mord in Tiflis. Aus dem Georgischen von Lia Wittek; Cover: Edition.fotoTAPETA

Abo Iaschaghaschwili lässt Tiflis erschaudern: Ein Serientäter scheint in der Stadt sein Unwesen zu treiben. Dabei kommt schnell der Verdacht auf, dass es sich nur um ein großes Spiel handelt. Royal Mary. Ein Mord in Tiflis kann sich derweil nicht entscheiden, ob er nur ein guter Krimi oder zugleich auch hohe Literatur sein möchte.

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

Die Redaktion empfiehlt…

Frohe Weihnachten! Foto: Aaron Burden (Unsplash)

Frohe Weihnachten! Foto: Aaron Burden (Unsplash)

Wieder ist ein Jahr vorüber und Weihnachten steht vor der Tür. Es ist also höchste Zeit, eine inzwischen liebgewonnene Tradition fortzuführen und Euch Tipps unserer Redaktion zukommen zu lassen, mit welcher Lektüre Ihr das alte Jahr beenden oder das neue Jahr beginnen solltet. Wir wünschen Euch und Euren Liebsten entspannte Feiertage und lauschige Lesestunden! Weiterlesen

Ein Schmetterling mit gebrochenen Flügeln

"Madama Butterfly" am Opernhaus Wuppertal Foto: Uwe Stratmann

„Madama Butterfly“ am Opernhaus Wuppertal Foto: Uwe Stratmann

In Zeiten, da die Flüchtlingssituation in Europa die Wichtigkeit gegenseitiger Verständigung umso dringlicher aufzeigt, inszeniert Dominik Neuner am Wuppertaler Opernhaus Puccinis Madama Butterfly als „Psycho-Krimi“ auf der Folie eines kulturellen Zusammenpralls – mit tragischem Ausgang für die Hauptfigur.

von STEFAN SCHMIDT Weiterlesen

Die Dekadenz des Erzählens

In Christian Schüles Romandebüt Das Ende unserer Tage wimmelt es von Heilsbringern, skrupellosen Geschäftsleuten und skurrilen Gestalten. Asiatische Investoren und Firmen überrollen die prosperierende Hansestadt Hamburg, in Kirchen nisten sich Eventagenturen ein und der geneigte Leser erahnt schon auf den ersten Seiten des Romans das Donnergrollen der sich zu entfaltenden Apokalypse: „Am 2. Mai fand der erstaunlich kompakte Käfig seinen Weg zu Hans-Joachim Hegenbarth, der es als witzig erachtete, ihn samt der ausgestopften rotäugigen, marderartigen Kreatur mit in sein Büro zu bringen. Ob Zufall oder Schicksal – an diesem Tag begann das Verhängnis von Jan-Philipp Hertz seinen Lauf zu nehmen.“

von NADINE HEMGESBERG

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