Ich backe mir einen Roman…

Guillaume Musso: La vie secrète des écrvains; Calmann-Lévy

Angesichts der zahlreichen Lobeshymnen auf La vie secrète des écrivains kann man viel von diesem Roman erwarten – doch dem hohen Anspruch wird er nicht gerecht. Er ist widersprüchlich, sprachlich insbesondere bezogen auf die Thematik nicht ausgeklügelt genug und macht jedes Mitdenken der Leserschaft obsolet. Guillaume Mussos fatalster Fehler: Er hält sich nicht an das Rezept, das er selbst in seinem Roman vorgibt.

von ALINA WOLSKI

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Ivana im Bade

Martin Mosebach: Das Blutbuchenfest   Quelle: Hanser VerlagDas Blutbuchenfest steht am Ende eines langen schweren Lesestoffs, der in der Altherrengemeinde des gesetzten und gesitteten Feuilletons sicher seine feingeistigen, genusssüchtigen Freunde gefunden hätte. Oder nicht? Handy- und Fußball-Anachronismen stehen dem entgegen. Dabei scheint doch die Leseanweisung für diese Stellen mitgeliefert: Denn es ist ein „Wahnsinn, der sich ergibt, wenn man Literatur und Leben verwechselt“. Eine Erkenntnis, die vielen Figuren in diesem Buch abgeht, allen voran dem Ich-Erzähler.

von SYLVIA KOKOT

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