„Über den Schatten einer Wolke, über das Lied eines Gedankens“

Vladimir Nabokov – Briefe an Véra Cover: Rowohlt

Liest man die Briefe eines Menschen, so erfährt man Grundlegendes über seine Persönlichkeit. Nabokovs Briefe an seine Frau sind Liebesbekundung, Reisebericht, und Zeitporträt in einem. Was sich als Konstante durch sein Leben zieht, ist die Liebe zu seiner Frau Véra. Ihr Verhältnis wird in den nun erstmals in deutscher Sprache veröffentlichten Briefen an Véra dokumentiert. Im unverkennbar brillanten Nabokov-Duktus eröffnen sie die Tür zu der vertrauten Atmosphäre einer über 50 Jahre währenden Beziehung.

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

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Vom Ende des Endes des Endes einer Liebe

Carola Saavedra - Blaue Blumen   Cover: C.H. BeckIn Carola Saavedras Blaue Blumen bleibt vieles rätselhaft: eine Trennung in Endlosschleife und zu viele offene Fragen.

von KATJA PAPIOREK

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Von Freiheit und Verlust

Cover_KarenKoehler_Wir haben Raketen geangelt_Carl HanserFast täuscht der Titel über die Ernsthaftigkeit der Erzählungen hinweg. Aber Wir haben Raketen geangelt versammelt Geschichten, die nicht bloß in lieben Erinnerungen schwelgen, sondern sich erzählend solchen Situationen annehmen, die zwischen dem Alltäglichen und dem Extremen aufgespannt werden. Indianer und Vespafahrten, Familienportraits und Eremiten sind Themen und formgebende Elemente dieser Kurzgeschichten, denen gemeinsam ist, dass ihre Protagonisten und Erzählerinnen sich der Aufgabe stellen, sich am eigenen (Kinder-)Anspruch zu messen.

von SOLVEJG NITZKE Weiterlesen

Der Dichter des „So sagt man“

Franz_Kafka_from_National_Library_IsraelVor 90 Jahren erlag Franz Kafka in Kierling bei Wien seiner Tuberkulose. Dem Klischee nach ein passender Abgang für ein Leben zwischen Unangepasstheit und Ängsten. Doch Kafka ist mehr als das Schreckgespenst für Oberstufenschüler. Und vor allem wichtiger. Eine Ehrenrettung.

von FABIAN MAY Weiterlesen

Hohlkörper auf dem Schachbrett der Gesellschaftskritik

Thomas Klugkist - Hanna und Sebastian   Cover: C.H. BeckEs will nicht ganz gelingen, dieses Spiel mit der schönen und bekannten Form des Brief-Romans. Hanna und Sebastian, zwei auf skurril anmutende und besonders ehrliche Art Liebende, sind dazu verdammt, als Leerhüllen einer trotzigen, vielmals philosophisch-phrasenhaften Gesellschafts-, Menschen- und Weltkritik Form und Raum zu geben.

von SYLVIA KOKOT

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