Darwins böser Cousin

H. G. Wells: Die Insel des Dr. Moreau; Cover: Anaconda Verlag

Am 16. Februar vor 200 Jahren wurde der britische Naturforscher und Schriftsteller Francis Galton geboren. Doch dies ist kein Anlass zum Feiern, sondern des Gedenkens an die Opfer derer, die einer fortschrittsgläubigen und moralisch zunehmend enthemmten Wissenschaft zum Opfer fielen. Durch einen literarischen Zeitgenossen Galtons möchte ich Ihnen vor Augen führen, welche Risiken in der Vererbungslehre und der darauf fußenden Eugenik bereits damals erkannt wurden.

von THOMAS STÖCK

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„Gott ist tot! Hoch lebe Darwin!“

Ilona Jerger: Und Marx stand still in Darwins Garten   Cover: UllsteinMarxismus, Darwinismus und Religion – wie passt das zusammen? Dass die beiden Persönlichkeiten Karl Marx und Charles Darwin mehr verband als ihre Bärte und der schlechte Gesundheitszustand, zeigt Ilona Jerger in ihrem Roman Und Marx stand still in Darwins Garten. Dabei kommen philosophische Diskurse nicht zu kurz.

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

Angewandter Darwinismus

Der Autorin Judith Schalansky gelingt mit ihrem jüngsten Werk Der Hals der Giraffe ein Bildungsroman auf den unterschiedlichsten Ebenen: Der Nukleus der Geschichte, verkörpert durch die Lehrerin Inge Lohmark, beeinflusst den Orbit des Lesers, der sich an die eigenen Jahre in der Institution Schule zurückerinnert. Er wird umkreist vom komplexen Zusammenhang der Evolutionsgeschichte und ist eingebettet im System sozialer sowie politischer Umbrüche und aktuellen, gesellschaftlichen Diskussionsthemen. Doch am Ende wird die hierarchische Ordnung in Frage gestellt.

von CHRISTINA SCHABERT

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