Wann hat man es eigentlich „geschafft“?

Zadie Smith - London NW Cover Kiepenheuer & WitschAus Caldwell, London, scheint es nur zwei Wege zu geben: nach oben und nach ganz unten. Die Fleißigen, die bereit sind sich abzurackern und im Zweifel selbst zu verleugnen, haben eine Chance, die Sozialsiedlungshölle zu verlassen. Den Faulen bleibt nur der Absturz – uneheliche Kinder en masse, Drogen, Kriminalität – bis zum unteren Ende der Fahnenstange ist es nicht weit. Doch Zadie Smiths hervorragenden Roman London NW zeichnet aus, dass er es sich nicht so einfach macht. Selten fordert ein Roman so deutlich, endlich einzusehen, dass das Leben – zumal in der Großstadt – nicht nur in eine Richtung führen kann.

von SOLVEJG NITZKE

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Weihnachtsgeschenke   Foto: flickr User pfeifhofer CC BY-NC-SA 2.0, nicht verändertWie überstehen wir bloß diese Feiertage? Wie überstehen wir bloß all den Jubel, Trubel, die Heiterkeit und die diversen Fresskomata an den Tafeln unserer Familien? – Genau, mit einem guten Buch. Mit einem guten Buch, das wir still und heimlich an einem ruhigen Örtchen (im abgewetzten Ohrensessel der Großmutter) lesen und so für eine kurze Zeit all der überbordenden Besinnlichkeit entgehen. Die Redaktion von literaturundfeuilleton gibt Euch eine Liste von Büchern an die Hand, mit denen Ihr gut durch die Feiertage kommt und das ein oder andere Aha- und Oh-Erlebnis haben werdet. Habt eine fabelhafte Zeit, übersteht die Feiertage und rutscht gut ins neue Jahr!

Eure literaturundfeuilleton-Redaktion

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Ein unbeugsamer Junge geht seinen Weg

Im Oktober 2011 erschien Charles Dickens Meisterwerk Oliver Twist neu übersetzt von Axel Monte. Der Erzählstoff war schon zu Charles Dickens Lebzeiten ein Dauerbrenner und ist es noch bis heute. Es ist anzunehmen, dass der Text Charles Dickens’, der selbst in einem Heim aufgewachsen ist, zum Teil autobiographisch ist.

Von JULIA FELDHAUS

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