Jetzt hätte es eigentlich losgehen sollen

Richard Wagners "Die Walküre" an der Oper am Rhein Foto: Hans Jörg Michel

Richard Wagners „Die Walküre“ an der Oper am Rhein Foto: Hans Jörg Michel

Die Deutsche Oper am Rhein hat sich in dieser und in der kommenden Spielzeit vorgenommen, Wagners Mammut-Epos Der Ring des Nibelungen neuinszeniert vom Starregisseur Dietrich W. Hilsdorf auf die Bühne zu bringen. Mit Das Rheingold begann der insgesamt etwa 16 Stunden lange Wagner-Ritt im vergangenen Jahr mit dem sogenannten „Vorabend“, nun steht der „Erste Tag des Bühnenfestspiels“, Die Walküre, auf dem Programm des Düsseldorfer Opernhauses. Während die Sänger glänzen, holt sich Regisseur Hilsdorf bei der Premiere vor allem Buh-Rufe ab.

von STEFAN KLEIN Weiterlesen

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Vom Versuch, die Ordnung aufzubrechen

"Das Rheingold" bei der Ruhrtriennale Foto: JU/Ruhrtriennale

„Das Rheingold“ bei der Ruhrtriennale Foto: JU/Ruhrtriennale

Wagner ist umso mehr Wagner, je weniger er Wagner ist. So oder so ähnlich ließe sich der inszenatorische Ansatz von Johan Simons’ und Teodor Currentzis’ Interpretation von Das Rheingold bei der diesjährigen Ruhrtriennale zusammenfassen. Das volle Potenzial eines freieren Umgangs mit dem Werk wird, trotz stellenweiser Loslösung von der Partitur, nicht ausgeschöpft. Die Inszenierung gerät konventioneller als angekündigt, dennoch zeigt sie sich erfinderisch.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen