Macht das Mitgefühl beim Dorf-Nazi Halt?

Juli Zeh: Über Menschen; Cover: Luchterhand

Juli Zehs Roman Über Menschen erzählt von Dora, einer Werbetexterin aus Berlin. Dora lotet in Bracken, einem fiktiven Ort in der brandenburgischen Prignitz, ihre physischen und emotionalen Grenzen aus. Sie kauft dort ein Gutsverwalterhaus und lässt Freund und Corona in Berlin zurück. Dort wird sie durch ihren Nachbarn Gote, dem Dorf-Nazi, auf Herz und Vorurteile geprüft. Das Werk hinterfragt den Rassismus eines jeden, pulverisiert Klischees sowie eigene Vorurteile und macht einem die eigene Handlungsfreiheit bewusst.

von LISA THEISSEN

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Mitten im Wahnsinn?

"Campiello" am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

„Campiello“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

Patient*innen und Mitarbeiter*innen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum zeigen mit Campiello in der Zeche Eins eine Telenovela für die Bühne. Auf dem „kleinen Platz“ werden italienische Klischees und stereotype Figuren präsentiert, die dort ihr alltägliches Freud und Leid verhandeln. Leider bleibt das Geschehen auf dem Campiello der einzige Inhalt.

von JASMIN GIERLING Weiterlesen