Narben der Erde

Esther Kinsky: Rombo; Cover: Suhrkamp

Das schicksalhafte Beben im Jahre 1976 erschütterte den italienischen Friaul bis ins Mark. Die Spurenlese dieser Naturkatastrophe betreibt Esther Kinskys Roman Rombo. Ihre Erinnerungsfunde gliedert sie ein in eine natürliche Poetik, die von menschgemachten Narben geziert ist. Zugleich bedeutet das Beben das Ende der traditionellen Lebensweise der Bewohner der Berge Friauls. Eine spannende Nominierung für den Deutschen Buchpreis, aber ob es für den Sieg reicht?

von THOMAS STÖCK

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In den Trümmern menschlicher Abgründe

Kleists "Das Erdbeben in Chili" bei den Ruhrfestspielen Foto: Anke Neugebauer

Kleists „Das Erdbeben in Chili“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Anke Neugebauer

Schon im November des letzten Jahres feierte Alice Buddebergs Inszenierung von Das Erdbeben in Chili (1807) in Weimar Premiere. Nun bringt die Regisseurin Kleists Novelle auf die kleine Bühne des Festspielhauses der Ruhrfestspiele und zeigt in gerade mal 60 Minuten, wieviel Grausamkeit, aber auch Humor in der Abhandlung über den Umgang mit der Theodizee und deren unmenschlichen Resultaten stecken kann.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Als das Meer die Welt verschlang

Voltaire im Porträt   Quelle: Wikimedia1755 bebte die Erde im Westen der iberischen Halbinsel. Zehntausende Menschen verloren ihr Leben bei einer der verheerendsten Naturkatastrophen der Neuzeit. Die prachtvolle Hauptstadt Lissabon wurde fast völlig zerstört. Eine literarische Spurensuche. Lissabon erlesen, fünfte Folge.

Von PHILIPP KAMPSCHROER

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