Linke Politik und Eugenik um 1900

H. G. Wells (18661946) um 1890; Fotograf: Frederick Hollyer

Der Traum von einer genetisch perfektionierten Menschheit ist ein (pseudo-)
wissenschaftliches Modethema um die Jahrhundertwende. Quer durch das politische Spektrum hinweg denkt man dabei gern in Extremen. Besonders die Eugenik mausert sich in diesen Jahren zu der Paradedisziplin für die vermeintliche Verbesserung der Menschheit – zu Ungunsten von Mitmenschen, die als nicht lebenswert erachten werden. Ein Warnruf anhand des Geburtstagskinds H. G. Wells, der der Eugenik selbst ambivalent gegenüberstand.

von THOMAS STÖCK

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Aller Anfang ist schwer (2): Was das Leben kostet

Deborah Levy: Was das Leben kostet; Cover: Hoffmann und Campe

Jedes Buch ist irgendwann einmal zu Ende und man blättert die letzte Seite um. Doch was ist ein gutes Ende? Deborah Levy beginnt ihren Roman Was das Leben kostet mit einer Überlegung zum Happy End. Ein Anlass um mit Aller Anfang ist schwer darüber nachzudenken, wie kompliziert es ebenfalls sein kann, ein gutes Ende zu finden. Happy oder Un-happy End? Was stellt uns mehr zufrieden?

von ALINA BRAUCKS

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Auch Helden haben mal Angst…

Gabriel Chevallier - Heldenangst   Cover: Nagel & KimcheEin fast schon vergessener Erlebnisbericht über den Ersten Weltkrieg feiert in Frankreich sein großes Comeback. Gabriel Chevalliers Heldenangst wurde Ende der 1930er Jahre aufgrund seiner schonungslosen Direktheit und des bevorstehenden Krieges zurückgezogen. Nun ist der beeindruckende Text erstmals in deutscher Übersetzung erhältlich.

von LISA GLÖCKNER

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