Machen es wirklich alle so?

"Così fan tutte" am Essener Aalto-Theater Foto: Matthias Jung

„Così fan tutte“ am Essener Aalto-Theater Foto: Matthias Jung

Essens gegenwärtiger Generalmusikdirektor Tomáš Netopil liebt nicht nur die großen Komponisten seiner tschechischen Heimat, sondern insbesondere auch Mozart. So übernimmt er nach Titus und vor Figaros Hochzeit nun die musikalische Leitung der Neuinszenierung von Così fan tutte. Regie führt der Engländer Stephen Lawless, zum ersten Mal am Aalto-Musiktheater. Er zeichnet diesen heiteren und zugleich bitterernsten Geniestreich aus dem Jahr 1790 als farbenfrohe Referenz ans klassische Bühnendekor.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Ein nur scheinbar obszönes Würstchen

"ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM" am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

„ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM“ am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

Sozial schwach wird einmal nicht als politische Worthülse, sondern wörtlich genommen: Die Inszenierung ÜBERGEWICHT, unwichtig: UNFORM, verfasst von Werner Schwab und inszeniert von Johannes Lepper, welche am 17. Dezember am Theater Dortmund Premiere feierte, ist eine bitterböse Vision mit Realitätsanspruch, die einige Fragezeichen im Geist und einen Klumpen im Magen hinterlässt. Eine etwas andere dramatische Erfahrung, mit der das Schauspiel Dortmund mal wieder überrascht.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Kuriose Gleichzeitigkeit – essende Tänzer und tanzende Esser

manger bei der Ruhrtriennale 2014   Foto: Ursula KaufmannDas einzige, was der Jahrhunderthalle fehlte, war der Dauerlutscher. Am Samstag, den 27. September zeigte die Ruhrtriennale die Tanzperformance manger von Boris Charmatz. Das Stück überzeugte durch eine beeindruckende Gruppendynamik und den sichtlichen Willen, das Konzept des Körpers zu erforschen und an neuartige Grenzen zu führen. Eine Auslotung der alltäglichsten aller Handlungen – des Essens.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Was für ein Theater!

Schauspielhaus BochumGroßes Haus, Zuschauerrraum Copyright: Birgit HupfeldEin neuer Herbst kündigt sich langsam aber stetig an und damit beginnt auch die neue Spielzeit in den diversen Theaterhäusern des Ruhrgebiets. Es ist also Zeit, dass sich literaturundfeuilleton dem Bühnengeschehen widmet und berichtet, welche Inszenierung auf keinen Fall verpasst werden sollte, welches Stück den Zuschauer schier aus dem Theatersessel reißt oder welcher Theaterabend zum Vergessen ist.

von ANNIKA MEYER

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