Eine Poetik des Vergessens

COVER_José Eduardo Agualusa_Eine allgemeine Theorie des Vergessens_C.H. BeckDie fantastisch klingende, aber auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte Ludovica Fernandes’, einer Frau, die sich kurz vor Beginn der Unabhängigkeit Angolas für gut 30 Jahre in ihrer Wohnung verschanzt, dient dem angolanischen Autor José Eduardo Agualusa als Inspirationsquelle für ein Porträt seines Heimatlandes.

von LEONARD MERKES Weiterlesen

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Europas traumatisches Schicksal mit poetischer Kraft erzählt

COVER_Zweig_Welt von gesternWas uns Stefan Zweig in seiner großen, posthum veröffentlichten Autobiographie Die Welt von Gestern – Erinnerungen eines Europäers mitteilt, lässt sich weder als trockener historischer Bericht noch als sentimentale Zeitreise abstempeln. Die Entwicklung unseres Kontinents ist in knapp 500 Seiten dargelegt, voll von subjektiven Impressionen eines wachsamen Schriftstellerauges, frei von jeglicher Zeigefingermoral.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Joseph Roths Hiob – Ein Roman zwischen Krise und Wunder

Flickr.de; Quelle kellerabteil

Flickr.de; Quelle kellerabteil

Zusammen mit seinem Radetzkymarsch bildet der 1930 erschienene Roman Hiob. Roman eines einfachen Mannes das Hauptwerk Joseph Roths. Moses Joseph Roth (1894-1939) stammt aus einer ostgalizischen Kleinstadt, doch verkehrt schon früh in den Metropolen Europas. Bereits in seinen Erfolgsjahren zeichnet sich sein späterer sozialer Abstieg ab. Roths Werk ist gleichermaßen geprägt vom aktuellen Krisenbewusstsein und der Hoffnung auf ein Wunder.

von LARA THEOBALT

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Eine Anleitung zum Widerstand: Anna Seghers gefährliche Gefährten

Anna Seghers    Quelle: Bundesarchiv, Bild 183F01140204003  Hochneder, Christa  CC BY SANoch bevor ihre Werke bei der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 dem Feuer und der nationalsozialistischen „Aktion wider den undeutschen Geist“ zum Opfer fielen, flüchtete die Schriftstellerin Anna Seghers (1900 – 1983) kurz nach der Machtergreifung Hitlers und nach einer Verhaftung durch die Gestapo aus ihrer deutschen Heimat.

von PIA ALEITHE

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Nicht überflüssig

Berlin, Opernplatz, Bundesarchiv, Bild 10214597  CC-BY-SA

10. Mai 1933 auf dem Opernplatz in Berlin Quelle: Bundesarchiv, Bild 10214597 CC-BY-SA

Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung bringt literaturundfeuilleton eine neue Serie heraus: Studierende der Ruhr-Universität Bochum rufen die historischen Geschehnisse in Erinnerung und lassen teils vergessene Bücher wieder auferstehen.

Von ESRA CANPALAT und ANNIKA MEYER

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Über das Tier im Menschen, das zeigt, wozu wir fähig sind…

Eine Mischung aus Kriegsgeschichte und Familiensaga, die aus der Enkelperspektive auf beeindruckende Weise erzählt, was es heißt, hinzufallen und nicht mehr aufstehen zu können.

Von CHRISTINA FROMMERT

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