Mindestens drei Gründe, Irmina zu lesen

Barbara_Yelin: Irmina_Verlag: ReproduktMit Gift schaffte Barbara Yelin den Durchbruch als Comiczeichnerin. Nun erscheint die erste Graphic Novel, bei der auch das Szenario von ihr stammt: Irmina ist die typisch-untypische Geschichte einer deutschen Frau – beginnend in den 1930er Jahren. Yelin gelingt ein differenziertes Porträt ihrer Protagonistin, das zum Nachdenken anregt.

von MONIKA SCHMITZ-EMANS Weiterlesen

Paula schreibt: Interpretationshilfe zum modernen Mann

Paula Lambert - Keine Angst, der will nur spielen   Cover PiperEin pinkfarbener Einband, auf dem Cover der Scherenschnitt einer „starken“ Frau im kurzen Kleid, die selbstsicher die Hände in die Hüften stemmt und ein Titel, der alles und nichts bedeuten kann: die Covergestaltung von Paula Lamberts Buch Keine Angst, der will nur spielen. Der Männer Report erfüllt äußerlich und auch inhaltlich die allgemeinen Erwartungen an Bücher, die im Buchhandel die Abteilung „Freche Bücher für freche Frauen“ füllen. Glücklicherweise bleibt es aber nicht nur dabei.

von PIA ALEITHE

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„Krieg ist, wenn die Mettwurst knapp wird“

Zaimoglu Isabel Quelle: Kiepenheuer und Witsch Feridun Zaimoglu verbannt die Hauptfigur seines neuen Romans mitten hinein in den Aussatz der Gesellschaft. Isabel mischt sich unter die Pfandsammler, Irren, Obdachlosen, Selbstmörder und Psychopathen Berlins. Seit Döblins Berlin, Alexanderplatz zeigte sich die Hauptstadt selten glanzloser, trister und erbarmungsloser.

von KARIN BÜRGENER

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Living next door to Alice

Alice Munro - Tricks   Cover: S. FischerZum ersten Mal geht der Literatur-Nobelpreis dieses Jahr nach Kanada, an eine Autorin aus dem tiefsten Ontario: Alice Munro. Ihre Geschichten sind so alltäglich erzählt, dass jeder sie versteht – und so gut erzählt, dass jeder sie lesen sollte.

von STEPHANIE HEIMGARTNER

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Wie viel können wir ertragen?

Anfang des 20. Jahrhunderts macht sich eine Gruppe von Japanerinnen auf den Weg nach Kalifornien, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Ihre zukünftigen Ehemänner kennen sie nur von Fotografien. Voller Neugier, aber auch Trauer und Unsicherheit teilen die Frauen in nächtlichen Gesprächen ihre Hoffnungen und Träume. Als sie endlich in Amerika ankommen, merken sie nicht nur, dass ihre Männer in keinster Weise den Abbildern entsprechen, sondern auch, dass ihre Träume an der Realität zerbrechen werden. Julie Otsuka verleiht in Wovon wir träumten diesen Frauen eine (!) Stimme.

von ESRA CANPALAT

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