Integration gefällig?

"Istanbul" am Schauspielhaus Bochum Foto: Diana Küster

„Istanbul“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Diana Küster

In dem Stück Istanbul, das bereits seit Oktober 2017 am Bochumer Schauspielhaus läuft, wagt die Regisseurin Selen Kara einen spannenden Perspektivwechsel, indem sie das „deutsche“ Wirtschaftswunder in der Türkei ansiedelt und einen deutschen Gastarbeiter an den Bosporus schickt. Unterlegt mit türkischen Liedern, Herz und Humor erzählt das Stück von einer aufregenden Reise, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

von STEFANIE KÄHNE Weiterlesen

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Zwischen den Stühlen und Nationen

"Amara terra mia - Mein bitteres Land" bei den Ruhrfestspielen Foto: Krusebild

„Amara terra mia – Mein bitteres Land“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Krusebild

Amara terra mia – Mein bitteres Land ist nicht nur die Hymne Domenico Modugnos, zu der in den 1950er und 60er Jahren viele italienische Gastarbeiter ihre Heimat verließen, sondern auch der Titel einer Koproduktion des St. Pauli Theaters Hamburg, des Teatro Alfieri Castelnuovo Berardenga, der Théâtres de la Ville de Luxembourg und der Ruhrfestspiele, die nun im Kleinen Theater im Recklinghäuser Festspielhaus Uraufführung hatte. Ein gelungener Abend, der zu Recht mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Von Schweinen und anderen Menschen

"Das Fleischwerk" am Schauspielhaus Bochum Foto: Arno Declair

„Das Fleischwerk“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Arno Declair

Das zweite Premierenwochenende im Schauspielhaus Bochum endet mit der Uraufführung von Christoph Nußbaumeders Das Fleischwerk, das – nach Eisenstein und Mutter Kramers Fahrt zur Gnade – extra für die Bochumer Bühne geschrieben wurde. Robert Schuster zeigt die katastrophalen Zustände in deutschen Schlachtbetrieben, in denen das Leben des Wanderarbeiters nicht mehr wert ist als das eines Mastschweins. Trotz spitzfindig gedachter Dramaturgie und solider Regiearbeit bleibt ein drastischer Höhepunkt aus.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen