Blutleere Orestie

Aischylos' "Orestie" am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

Aischylos‘ „Orestie“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

Aischylosʼ wohl berühmtestes Drama um den Atridenfluch, Blutrache und Muttermord gehört seit Langem zu den Theaterklassikern. Es dauerte jedoch knapp 100 Jahre, bis die Orestie auch auf der Bochumer Bühne Einzug hielt. Lisa Nielebock inszeniert die Trilogie nun in den Kammerspielen – statt karg-analytischen 110 Minuten hätte man sich aber mehr Dramatik und mehr Zeit für Spiel und kontextuelles Regiekonzept gewünscht.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

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Das ist noch nicht das Ende

cover_can-duendar_lebenslang-fuer-die-wahrheitVoll von unglaublicher Besonnenheit und ansteckendem Optimismus strotzen die Tagebuchaufzeichnungen von Can Dündar. Umso unfassbarer ist das, wenn man bedenkt, wo diese entstanden sind: im Gefängnis.

von ESRA CANPALAT Weiterlesen

„Alle starben, auf einen Schlag“

Kamel Daoud: Der Fall Meursault. // Quelle: Kiepenheuer und Witsch

Mit Der Fall Meursault: Eine Gegendarstellung hat Kamel Daoud einen wichtigen Hypertext zu Albert Camus geschaffen, der durchaus eine Gegendarstellung ist, wenn auch vielleicht anders als es zunächst den Anschein hat.

von LARS BANHOLD

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Ein Krug kommt selten allein

Kleist "Der zerbrochne Krug" am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Kleist „Der zerbrochne Krug“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Anselm Weber, Noch-Intendant des Bochumer Schauspielhauses, widmet sich nach etlichen Bühnenklassikern nun Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug. Zwar gerät der Abend zum kurzweilig-komischen (Sprach-)Vergnügen, auf innovative Regieeinfälle wartet man jedoch abermals vergeblich.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Schuldig oder nicht schuldig – das ist hier die Frage

"Terror" am Düsseldorfer Schauspielhaus Foto: Sebastian Hoppe

„Terror“ am Düsseldorfer Schauspielhaus Foto: Sebastian Hoppe

Diese Spielzeit wird Schirachs Theater-Erstling Terror knapp 20 Mal auf deutschsprachigen Bühnen aus der Taufe gehoben. Die Bühne wird zum Gerichtssaal, die Zuschauer zu Schöffen – zu den alleinigen Bestimmern des Ausgangs. In Düsseldorf wurde die Inszenierung von Kurt Josef Schildknecht nun völlig zu Recht mit stehenden Ovationen bejubelt.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Geschürte Ängste und die Frage nach Gerechtigkeit der Justiz

Hexenjagd am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas AurinDie erste Arbeit der jungen, mit dem Kurt-Hübner-Preis ausgezeichneten Daniela Löffner feierte am Samstag im Schauspielhaus Bochum Premiere: Arthur Millers Hexenjagd. Löffner inszeniert mit 17-köpfiger Besetzung. Es werden Bezüge zu vielen aktuellen Themen hergestellt, besonders deutlich ist die Justizkritik am NSU-Prozess.

von ALINA SAGGERER

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Geschichten, die das Leben schreibt

Geschichten aus dem Alltag, so betitelt Ursula März die 19 Kurzgeschichten, in ihrem 2011 erschienenen Buch Fast schon kriminell, die alle ihr Ende vor Gericht finden. In den neunzehn Kurzgeschichten, die alle 7 bis 10 Seiten umfassen, geht es mal mehr und mal weniger kriminell zu. Das gibt nicht nur der Richterspruch am Ende jeder Geschichte vor, diese Entscheidung trifft der Leser selbst.

Von NORA BERK

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