Mord auf der Principal

Lluís Llach - Die Frauen von La Principal Cover: Insel

Lluís Llach – Die Frauen von La Principal Cover: Insel

Das Weingut La Principal ist das größte Anwesen in Ríus, einer kleinen spanischen Provinzstadt. 1940 wird hier ein alter Mordfall aufgerollt, während zugleich eine ungewöhnliche Liebesgeschichte beginnt. Lluís Llachs Die Frauen von La Principal handelt von Unabhängigkeit, Moral und von neuen Wegen, die in der tiefsten Provinz Spaniens während der Herrschaft des Franco-Regimes beschritten werden.

von ANNA BREIDENBACH Weiterlesen

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Barock vor „Game of Thrones“-Kulisse

Händels "Alcina" am Theater Münster Foto: Oliver Berg

Händels „Alcina“ am Theater Münster Foto: Oliver Berg

Opern- und Musicalregisseur Sebastian Ritschel inszeniert am Theater Münster Georg Friedrich Händels Alcina und eröffnet damit die „Tage alter Musik“. Während die Bühne mit so mancher effektvollen Überraschung aufwartet, bleibt das musikalische Geschehen aber trotz des beherzten Dirigats Attilio Cremonesis auf einem mittleren Niveau.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

So hip kann man gar nicht sein: Thomas Meinecke legt „Selbst“ auf

Thomas Meinecke - Selbst Cover: Suhrkamp

Thomas Meinecke – Selbst Cover: Suhrkamp

Im „verwilderten Gestrüpp neben dem Hintereingang zum Institut für vergleichende Irrelevanz“ ereignen sich Dates zwischen Menschen, die offensiv mit ihrer geschlechtlichen Identität spielen: Das ist Programm, aber ist es mehr?

von STEPHANIE HEIMGARTNER Weiterlesen

Ecce homo caesaris – Porträt des Kaisers als armes Geschöpf

John Williams - Augustus Cover: dtv

John Williams – Augustus Cover: dtv

„Ich bin ein Mensch und so dumm und schwach wie alle Menschen“, konstatiert der mittlerweile Augustus genannte römische Kaiser am Ende seines Lebens und blickt zurück auf ein Reich, das in der Weltgeschichte seinen ersten Höhepunkt erreichte. John Williams zeigt uns in Augustus das lange, traurige Leben eines Menschen, der sich seinen staatlichen Pflichten widmet wie ein Vater seinen Kindern – und unglücklich und zufrieden zugleich ankommt in der Erfüllung seines Schicksal.

von JONAS PODLECKI Weiterlesen

Warum sind Matratzenläden immer in Eckhäusern?

Tim Szlafmyca - Die Relativität der Gleichzeitigkeit

Tim Szlafmyca – Die Relativität der Gleichzeitigkeit

Das nicht so falsche Klischee zeigt, dass Liebesgeschichten, wenn nicht unbedingt von Frauen geschrieben, so doch zumindest aus weiblicher Sicht geschildert und damit auch oft für Leserinnen produziert werden. Tim Szlafmyca hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Klischee ad acta zu legen: Sein Debütroman Die Relativität der Gleichzeitigkeit erzählt eine romantische Geschichte aus dem Alltag eines jungen Mannes, der zwischen Uni, seinem Küchenfenster und der Lieblingskneipe versucht, das Herz eines Mädchens zu erobern.

von STEFAN KLEIN Weiterlesen

Ein schwarzer Vogel namens Glück

"Love You, Dragonfly" am Theater Bonn Foto: Thilo Beu

„Love You, Dragonfly“ am Theater Bonn Foto: Thilo Beu

Fritz Katers neues Stück Love You, Dragonfly wird von Alice Buddeberg für das Theater Bonn inszeniert und entfaltet in sechs Parallelgeschichten eine bildstarke, poetische Sprache, bleibt jedoch in überkommenen Erzählmustern verhaftet.

von NINA BLÄSIUS Weiterlesen

Muttertier Medea

"Medea.Matrix" bei der Ruhrtriennale Foto: Ju/Ruhrtriennale

„Medea.Matrix“ bei der Ruhrtriennale Foto: Ju/Ruhrtriennale

Im Rahmen der Ruhrtriennale bringen die Regisseurin Susanne Kennedy und der Installationskünstler Markus Selg den Medea-Mythos auf die Bühne der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord. Wie schon Christoph Schlingensief in seiner Kirche der Angst vor dem Fremden in mir nutzen Kennedy und Selg den Raum als Industriekathedrale und hinterfragen in Medea.Matrix die Rolle der Frau als Gebärende und Mutter.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Hitzige Bastardkomödie

"Don Giovanni. Letzte Party" wird bei den Ruhrfestspielen im Festspielhaus gezeigt. Foto: Torsten Janfeld

„Don Giovanni. Letzte Party“ wird bei den Ruhrfestspielen im Festspielhaus gezeigt. Foto: Torsten Janfeld

Bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen hatte eine umjubelte Produktion des Thalia Theaters Hamburg ihre „Pott“-Premiere: Don Giovanni. Letzte Party. Exzessive Spielfreude, bunte Kostüme und eine Menge (dilettantischer) Musikeinlagen rissen das – ungewöhnlich stark involvierte – Publikum wie zu Mozarts Zeiten buchstäblich von den Sitzen. Ob der Abend sonst noch irgendetwas erreichen wollte, steht in den Sternen.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

„Das ist (keine) Reklame für mein Haus“

Goldonis "Diener zweier Herren" bei den Ruhrfestspielen Foto: Reinhard Werner

Goldonis „Diener zweier Herren“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Reinhard Werner

Mit Goldonis Diener zweier Herren startet die 70. Spielzeit der Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Das Motto dieser Theatersaison rund um Migration und Flüchtlingskrise, Mittelmeer – Mare Nostrum?, bleibt zwar weitestgehend unberücksichtigt, das Ensemble des Wiener Burgtheaters in der Regie von Christian Stückl glänzt aber mit derber Spielfreude und gelegentlichen Seitenhieben auf das politische Zeitgeschehen.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Welcome to your dark and dirty fantasies

"Lulu" am Theater Oberhausen Foto: Birgit Hupfeld

„Lulu“ am Theater Oberhausen Foto: Birgit Hupfeld

Das Theater Oberhausen eröffnet das Jahr 2016 mit einer Menge Blut, Nacktheit und makaber-komödiantischer Musik: Lulu – Eine Mörderballade nach Wedekinds gleichnamiger Tragödie steht mit vielen Songs der Tiger Lillies auf dem Spielplan. Die 90-minütige Inszenierung des belgischen Regisseurs Stef Lernous entblößt trotz aller Bildgewalt einige Schwächen.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen