Die Suche nach der verlorenen Freiheit

Aka Morchiladze: Reise nach Karabach, Cover: Weidle

„Gut“ oder „schlecht“ sind keine Kategorien, in die man den Roman Reise nach Karabach des Georgiers Aka Morchiladze einordnen kann. Vielmehr handelt es sich um ein derbes, nüchternes Werk mit Höhen und Tiefen, das von seiner Geschlossenheit lebt und besonders im Nachklang brilliert.                                    

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

Advertisements

Schlaflose Nächte in einem abgründigen Labyrinth

"2666" am Schauspiel Köln Foto: Simon Gosselin

„2666“ am Schauspiel Köln Foto: Simon Gosselin

Die Theateradaption 2666 von Julien Gosselin nach dem Roman des chilenischen Schriftstellers Roberto Bolaño ist ein bildgewaltiger Krimi, der eigentlich gar kein Krimi ist. Doch scheint die über achtstündige Inszenierung nichtsdestotrotz eine unendliche Suche, nicht nur der Figuren, sondern ebenso des Schriftstellers, Darstellers und Regisseurs zu sein, in deren Bann der Zuschauer von der ersten Sekunde gezogen wird. Das Schauspiel Köln beherbergte Gosselins Compagnie Si vous pouviez lécher mon cœur und zeigte das viersprachige Gastspiel (französisch, englisch, spanisch, deutsch) als einziges Theater in Deutschland. Dem Stück gebührend, wurde im Spielplan daraus nichts Geringeres als ein „Oster-Event“ inklusive kulinarisch-festlicher Grundversorgung.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen