Troja, ein Spielplatz der Götter

Stephen Fry: Troy. Our Greatest Story Retold; Cover: Penguin Random House UK

Menschen und ihre Geschichten sind nicht einfach. Wenn Götter ihre Hände mit im Spiel haben, wird es chaotisch. Wie sehr, dass zeigt Stephen Fry, indem er die Geschichte Trojas einmal mehr aufrollt und ihr mit Troy einen neuzeitlichen Anstrich verleiht.

von MEIKE WINKLER

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Darwins böser Cousin

H. G. Wells: Die Insel des Dr. Moreau; Cover: Anaconda Verlag

Am 16. Februar vor 200 Jahren wurde der britische Naturforscher und Schriftsteller Francis Galton geboren. Doch dies ist kein Anlass zum Feiern, sondern des Gedenkens an die Opfer derer, die einer fortschrittsgläubigen und moralisch zunehmend enthemmten Wissenschaft zum Opfer fielen. Durch einen literarischen Zeitgenossen Galtons möchte ich Ihnen vor Augen führen, welche Risiken in der Vererbungslehre und der darauf fußenden Eugenik bereits damals erkannt wurden.

von THOMAS STÖCK

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Die Chronik einer Wiese

John Lewis-Stempel: Meadowland; Cover: Black Swan

John Lewis-Stempel beschreibt einen vollen Jahreszeitenzyklus auf einer Wiese im englischen Hereford Shire, nahe der walisischen Grenze. In akkurater Feinarbeit lässt der Chronist ein Panorama der einzigartigen Schönheit und Artenvielfalt dieses begrenzten Naturraumes entstehen und spart bei alldem auch die Kulturgeschichte nicht aus. 2014 gewann dieses außergewöhnliche Sachbuch dafür den Wainwright Prize für Nature Writing.

von STEFAN JAKOB

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Die Welle bricht über uns herein

Daniel Defoe: Die Pest in London; Jung und Jung

Mit seinem Bericht Die Pest in London dokumentiert Daniel Defoe den Umgang der Londoner Bürger mit einer der größten Katastrophen, der sich die englische Metropole in der Neuzeit ausgesetzt sah. Dabei stützt sich Defoe sowohl auf nüchterne Zahlen statistischer Erhebungen als auch auf äußerst heterogene Einzelschicksale. Eine vortreffliche Neuübersetzung haucht diesem stellenweise ziemlich anstrengenden Erzählstil neues Leben ein.

von THOMAS STÖCK

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Fantastische Satire eines Misanthropen

Jonathan Swift: Gullivers Reisen. Cover: Manesse

Ein satirisches Werk als Generalabrechnung mit seinen Landsleuten, religiösen Streitereien und der menschlichen Selbstsucht inklusive mangelnder Empathie – harter Tobak für ein Werk, das vielen heutzutage lediglich als Kinderbuch in Erinnerung geblieben ist. Gelungen ist dieses Kunststück Jonathan Swift mit der Kreation von pseudoutopischen und dystopischen Welten, in der er seiner Fantasie – und seiner Wortgewalt – freien Lauf lässt und so Alt und Jung mit seinem Werk Gullivers Reisen seit Jahrhunderten begeistert, welches nun als Jubiläumsausgabe zum 350. Geburtstag Swifts erschienen ist.

von THOMAS STÖCK Weiterlesen