Die Welt in einem Kammerspiel

In der Casa des Schauspiels Essen wird Ibsens Peer Gynt wieder- bzw. neuentdeckt. Neben dem großartigen Alexey Ekimov in der Titelrolle sind lediglich drei Darstellerinnen und ein Musiker zu erleben, die keine Langeweile aufkommen lassen. Regisseur Karsten Dahlem gelingt es dennoch nicht, einen Theaterabend zu schaffen, der über cineastische Inszenierungsstandards hinausgeht.

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Zwischen Wahrheit und Übermacht

Ibsens "Ein Volksfeind" am Schauspiel Köln Foto: Thomas Aurin

Ibsens „Ein Volksfeind“ am Schauspiel Köln Foto: Thomas Aurin

Der Schweizer Roger Vontobel ist Hausregisseur in Bochum. Nun widmet er sich nach Hedda Gabler am dortigen Schauspielhaus abermals Ibsen und bringt den vernachlässigten Volksfeind auf die Bühne des Schauspiels Köln. Trotz zeitlosem Plot und glanzvollen Schauspielern verharrt der Abend leider viel zu oft in bezuglosen Brechungen und lässt dramatisches Dynamit verpuffen.

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Zahnlos und blutleer

Hedda Gabler am Schauspiel Köln   Foto: Thomas AurinWas tun, wenn die Welt allzu langweilig ist und einem der Sinn so ganz und gar flöten geht? Hedda spielt mit Menschen und Pistolen. Karin Neuhäuser inszeniert am Schauspiel Köln mit Henrik Ibsens Hedda Gabler ein flaches und spannungsloses Bühnenstück. Das Ensemble müht sich redlich, kann aber nicht recht überzeugen, obwohl Ibsens Stoff taugt, um daraus ein ganz und gar gegenwärtiges und differenziertes Drama zu spinnen.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen