Nachträgliche Schändung eines Leichnams, oder: Wie man mit Texten Geld verdient

Hunter S. Thompson - Die Rolling-Stone-Jahre   Cover: Heyne HardcoreStellt die Anthologie Fledermausland eine zu großen Teilen gelungene Hommage an den amerikanischen Journalisten und Schriftsteller Hunter S. Thompson dar, so schreit der hintere Umschlag von Die Rolling-Stone-Jahre die Leserin an, dass hier „die größten journalistischen Arbeiten Hunter S. Thompsons in einem Buch vereint“ seien. Schön und gut und greatartig, mag sich die interessierte Leserin denken, um dann enttäuscht festzustellen, dass es sich um gekürzte Fassungen handelt.

von KAI FISCHER

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Das Gonzo-Prinzip oder „Wenn einer ein Arschloch ist, dann ist das eben so“

Spies, Miriam (Hg.) - Fledermausland   Cover: gONZo-VerlagWenn Sie nicht gerne Texte über Drogen und Ficken, über alltägliche Paranoia, ausgelöst durch das Versprechen von mehr Sicherheit statt Freiheit, über Privates und Politisches und über die Zusammenhänge dazwischen lesen, dann lassen Sie gefälligst die Finger davon. Alle anderen könnten in der Anthologie Fledermausland fündig werden.

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Auf ein literarisches American Breakfast KW 7

Titelblatt zu den Essais von Michel de Montaigne    Quelle: WikimediaCommons User LewensteinGestatten: Fischer. Und hiermit sollen die Gemeinsamkeiten zwischen meiner Kolumne und der von Frau Hemgesberg auch schon enden. Ich möchte Sie hier und heute zu einem Ausflug einladen, der uns jetzt und in den vier folgenden Kolumnen in die Vereinigten Staaten führt. Ok, jetzt aber wirklich anders. Wie angekündigt soll es um die Tradition des Essays gehen, allerdings muss ich das an dieser Stelle bereits einschränken, da ich ausschließlich gegenwärtige amerikanische Autoren vorstellen werde. Also, wenn Sie das interessiert, stellen Sie das Rauchen ein und bringen Sie Ihren Sitz in eine aufrechte Position. Wir heben dann ab.

von KAI FISCHER

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