Der Italiener mit den zwei Leben

Der Schriftsteller Umberto Eco. Bogaerts, Rob / Anefo, CC0, via Wikimedia Commons

Zu seinem 90. Geburtstag möchte ich Sie in die Romanwelten des bekanntesten italienischen Autors der Nachkriegszeit entführen. Umberto Ecos Romane, denen er seine Zeichentheorie zugrunde legte, bergen viele Geheimnisse, die zu entschlüsseln für den geneigten Leser selten einfach ist. Und doch ist da – zumindest bei mir – stets die Faszination für diesen gelehrten Autor, der seine Figuren mühelos durch die europäische Geschichte stapfen lässt.

von THOMAS STÖCK

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Über die Spielarten des Lebens

Valeria Parrella: Versprechen kann ich nichts; Cover: Hanser Verlag

Wie würden Sie Ihre Jugend beschreiben? Vielleicht mit dem Gefühl von grenzenloser Freiheit und großem Tatendrang? Mit ihrem zweiten Roman Versprechen kann ich nichts nimmt die italienische Autorin und Dolmetscherin Valeria Parrella den Leser mit hinter die vergitterten Fenster eines Jugendgefängnisses in Neapel und eröffnet tiefe Einblicke in eine paradoxe Gesellschaft und die Mutterliebe zu einem fremden Kind.

von THEOPHIL LAPPE

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„Kämpfen, trotz allem.“

Marco Balzano: Ich bleibe hier; Diogenes

Mit seinem Roman Resto qui gewann Marco Balzano bereits 2018 den Premio Asti d’Appello und 2019 sowohl den Prix Méditerranée étranger als auch den Premio Bagutta. Verdienterweise – denn Balzano gelingt es, mit einfacher Sprache und der Erschaffung einer spannenden Protagonistin das komplexe Schicksal eines gesamten Dorfes zu erzählen. Seit Sommer 2020 ist der Roman nun auch in deutscher Übersetzung unter dem Titel Ich bleibe hier erhältlich. Einzig wer einen ausführlichen Einbezug der übergeordneten historischen Geschehnisse in die Geschichte erwartet, wird wohl eher enttäuscht.

von REEMDA HAHN

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