Die Entdeckung der Zähigkeit

"Die Dinge, die vorübergehen" bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

„Die Dinge, die vorübergehen“ bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

Schon letztes Jahr war bei der Ruhrtriennale die Bühnenfassung eines Romans von Louis Couperus zu bestaunen. Die Dinge, die vorübergehen setzt diese Reihe fort – Spielort ist dieses Mal die Maschinenhalle der Zeche Zweckel in Gladbeck. Hier zeichnen Ivo van Hove und die Toneelgroep Amsterdam das schwarz gekleidete Bild eines morbiden Naturalismus. Langatmigkeit scheint erwünscht.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Die geheimnisvolle Insel oder: Zwei Kulturen sind eine zu viel

"Die stille Kraft" bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

„Die stille Kraft“ bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

Die stille Kraft nach dem gleichnamigen Roman von Louis Couperus begeisterte das Premierenpublikum der Ruhrtriennale auf Zeche Zollverein nahezu ausnahmslos. Der Inszenierung von Ivo van Hove und Peter van Kraaij gelingt auf beeindruckende Weise der Spagat zwischen dramaturgisch dichter Romanadaption und cineastischem Effekttheater. Die Schauspieler der Toneelgroep Amsterdam glänzen durch Authentizität.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

The „Heavy Silence“ of a Tragedy

"Antigone" bei den Ruhrfestspielen Foto: Jan Versweyveld

„Antigone“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Jan Versweyveld

Der belgische Regisseur Ivo van Hove inszenierte für die diesjährigen Ruhrfestspiele in Recklinghausen Antigone von Sophokles. Van Hove bringt die großen Themen und Fragen der Tragödie insbesondere durch ein Gespür für die subtilen Nuancen und Ambivalenzen der Stückvorlage zum Vorschein. Antigones Welt ist klar, weit und still und bildet auf diese Weise einen Raum, in welchem Handlung und Sprache über sich hinauswachsen können.

Ein Rückblick auf die Inszenierung und ein Gespräch mit dem Regisseur.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen