Kurzatmiger Tony in kurzweiligem Musical

„West Side Story“ am Theater Dortmund Foto: Anke Sundermeier, Stage Picture

Die Musik- und Bühnenwelt feiert 2018 Leonard Bernsteins 100. Geburtstag. Obwohl dieses Jahr auf den Spielplänen weltweit zahlreiche Bernstein-Produktionen auftauchten, hielt man sich ausgerechnet mit seinem größten Erfolg, der West Side Story, erstaunlich lange zurück. Nur an fünf deutschen (und 18 internationalen) Opernhäusern fanden Aufführungen statt. Unter den fünf deutschen Produktionen sind immerhin zwei Premieren im Bernstein-Jahr zu verzeichnen. Eine halbe Premiere feiert nun auch das Theater Dortmund. Kostüme und Requisiten sowie einen Teil der Hauptbesetzung nahm Regisseur Gil Mehmert vom Domplatz Open Air 2017 aus Magdeburg mit ins Ruhrgebiet, wo das nun über 60 Jahre alte Stück für ausverkaufte Vorstellungen sorgt.

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Schuster, bleib bei deinen Leisten

b.36 Schwanensee an der Deutschen Oper am Rhein Foto: Gert Weigelt

b.36 Schwanensee an der Deutschen Oper am Rhein Foto: Gert Weigelt

Ausgerechnet im Jahr von Marius Petipas 200. Geburtstag bringt die Oper am Rhein einen Schwanensee auf die Bühne, der kaum noch etwas mit dem ikonischen Ballettklassiker gemein hat. Während sich das Risiko tänzerisch voll und ganz auszahlt, fehlt der Inszenierung vor allem in den berühmten weißen Akten das Tempo. Martin Schläpfer beweist mit seinem Handlungsballettdebüt, dass seine Leistung als Regisseur noch nicht an sein Schaffen als Choreograf heranreicht.

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Eine Idee von NYC in NRW

George Balanchine: Mozartiana © The George Balanchine Trust FOTO © Gert Weigelt

George Balanchine: Mozartiana © The George Balanchine Trust FOTO © Gert Weigelt

Das New York City Ballet ist untrennbar mit zwei Namen verbunden: George Balanchine und Jerome Robbins. Jeweils ein Werk der wegweisenden Choreografen wurde nun ausgewählt, um für Martin Schläpfers Uraufführung Konzert für Orchester einen mehr als stimmungsvollen Rahmen zu bilden. Schläpfer schmückt sich bei seinem Ballettabend b.29 mit zwei der wichtigsten Vertreter des Neoklassischen Balletts und schafft es dennoch, hervorzustechen.

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Zigaretten, Alkohol und jede Menge Pathos

"West Side Story" an den Wuppertaler Bühnen Foto: Uwe Stratmann

„West Side Story“ an den Wuppertaler Bühnen Foto: Uwe Stratmann

Nach vorübergehender Musicalabstinenz unter dem nun scheidenden Opernintendanten Toshiyuki Kamioka steht mit West Side Story endlich wieder ein idealtypischer Vertreter des Musicalgenres auf der Bühne des Wuppertaler Opernhauses. Berühmt für die komplexe narrative Verflechtung von Tanz, Gesang und Schauspiel, fungiert das Stück seit fast 60 Jahren weltweit als Publikumsmagnet. Fast 60 Jahre? Zeit für eine Aktualisierung! – dachte sich wohl das Kreativteam der Wuppertaler Inszenierung rund um Regisseurin Katja Wolff, das zu einer Übertragung der Geschichte in die Gegenwart ansetzt.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen