Eine unerhörte Begebenheit

Maxim Biller - Im Kopf von Bruno Schulz   Cover: Kiepenheuer & WitschAn einem überraschend warmen Herbsttag im November 1938 ist ein Autor mit dem Abfassen eines Briefes beschäftigt, so der Beginn eines starken Stücks Literatur, eines Konzentrats und einer manchmal fast unerträglichen Groteske: Maxim Biller lässt den polnischen Schriftsteller und Maler Bruno Schulz in seiner Novelle Im Kopf von Bruno Schulz von – zugegeben – nicht nur einer unerhörten Begebenheit berichten.

von NADINE HEMGESBERG

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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Gedenktafel Else Lasker-Schülers in Berlin Quelle: User OTFW WikimediaMit einer schauerlichen Geschichte, vorgetragen an einem Weihnachtsabend, beginnt die 1932 im Rowohlt Verlag erschienene Erzählung Arthur Aronymus von Else Lasker-Schüler. Hierin erzählt sie nicht nur von der Verfolgung und Diskriminierung der Juden, sondern auch von der Möglichkeit der Versöhnung.

von ESRA CANPALAT

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Konventionelles Beziehungsspektakel

Francesca Segal - Die Arglosen   Cover: Kein&AberIn Francesca Segals Debütroman Die Arglosen (The Innocents, 2012) werden wir mitten in die Verstrickungen, Traditionen und Dynamiken einer großen, lauten und liebenswerten jüdischen Familie befördert. Eine spannungsgeladene Dreiecksbeziehung bildet die Basis für Segals Roman, doch das eigentlich Fesselnde ist die sich entfaltende Familiengeschichte.

von KATHARINA WINTER

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Einmal jüdisch und zurück

Überfallen von einer Frau – als Mann! Was für viele Männer eine Demütigung sondergleichen wäre, wird für den ohnehin nicht vom Glück verfolgten Julian Treslove zum Befreiungsschlag. Vermeintlich beschimpft mit „Du Jud!“, macht sich der Protagonist des Romans Die Finkler-Frage auf die Suche nach seiner eigenen Identität und entdeckt sich neu: als Jude.

Von LARA KIRFEL

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Wer einmal seine Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen

„WENN MIR DER BUS – wo ich mich für einen Platz auf der Plattform entscheide – auch sehr viel lieber ist als die Metro, so gehe ich doch am liebsten zu Fuß. Ständig von allem, was sich meinem Blick darbietet, in Versuchung geführt, ignoriere ich auf meinem Nachhauseweg mit Vergnügen jeder Abkürzung.“

von JOELLE SCHAMANN

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