Doctor’s Diary (4): Warum über einen anderen Genozid schreiben

Paul Rusesabagina in der US-Botschaft in Schweden im Jahr 2013.

Nach den ersten Monaten der Organisationsphase möchte ich in der heutigen Kolumne auf die inhaltliche Findungsphase zu sprechen kommen. In meinem speziellen Fall soll es dabei um ein kleines ostafrikanisches Land gehen, dessen grausame Geschichte das Geschichtenerzählen notwendig macht: Ruanda. 1994 fand in etwa 100 Tagen ein Völkermord statt und kostete über 800.000 Angehörige der Bevölkerungsminderheit der Tutsi das Leben.

von THOMAS STÖCK

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Aus dem Süden was Neues

Goran Ferčec: Wunder wird es hier keine geben; Cover: Residenz Verlag

Goran Ferčecs Roman Wunder wird es hier keine geben ist eine dunkle Reflexion des Konflikts im ehemaligen Jugoslawien: Unstimmigkeiten in der Einheit, eine bizarre Resolution und eine unappetitliche Geschichte. Dennoch führt sie am Ende genau dorthin, wo sie hingehört.

von NICK BIBIC

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Zwischen Lachen und Weinen

"Common Ground" von Yael Ronen   Foto: Thomas Aurin

„Common Ground“ von Yael Ronen Foto: Thomas Aurin

Es ist wohl der persönlichste Abend, den viele Zuschauer im Theater je erlebt haben. Der bewegendste beim Theatertreffen 2015 ist er allemal, wenn Yael Ronen zu Common Ground einlädt. Selten wird im Theater an einem Abend so viel gelacht und geweint wie hier, wo ein bunt zusammengewürfeltes postmigrantisches Schauspieler-Septett gnadenlos mit dem Jugoslawienkonflikt und der eigenen Identität abrechnet.

von ALINE PRIGGE

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