Freiheit, wem Strafe gebührt

FILMPLAKAT_Fatih Akin_Aus dem Nichts_Warner Bros. Pictures

Fatih Akin wirft mit Aus dem Nichts wichtige Fragen auf: Muss ein Film über den NSU zwangsweise den NSU beinhalten? Kann man neonazistische Nagelbombenanschläge auf Deutsch-Türken ohne Diskussionen um V-Männer und Paulchen Panther thematisieren? Für einen guten Film nicht zwingendermaßen.

von CARO KAISER Weiterlesen

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Blutleere Orestie

Aischylos' "Orestie" am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

Aischylos‘ „Orestie“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Birgit Hupfeld

Aischylosʼ wohl berühmtestes Drama um den Atridenfluch, Blutrache und Muttermord gehört seit Langem zu den Theaterklassikern. Es dauerte jedoch knapp 100 Jahre, bis die Orestie auch auf der Bochumer Bühne Einzug hielt. Lisa Nielebock inszeniert die Trilogie nun in den Kammerspielen – statt karg-analytischen 110 Minuten hätte man sich aber mehr Dramatik und mehr Zeit für Spiel und kontextuelles Regiekonzept gewünscht.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Das ist noch nicht das Ende

cover_can-duendar_lebenslang-fuer-die-wahrheitVoll von unglaublicher Besonnenheit und ansteckendem Optimismus strotzen die Tagebuchaufzeichnungen von Can Dündar. Umso unfassbarer ist das, wenn man bedenkt, wo diese entstanden sind: im Gefängnis.

von ESRA CANPALAT Weiterlesen

Ein Krug kommt selten allein

Kleist "Der zerbrochne Krug" am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Kleist „Der zerbrochne Krug“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Anselm Weber, Noch-Intendant des Bochumer Schauspielhauses, widmet sich nach etlichen Bühnenklassikern nun Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug. Zwar gerät der Abend zum kurzweilig-komischen (Sprach-)Vergnügen, auf innovative Regieeinfälle wartet man jedoch abermals vergeblich.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Schuldig oder nicht schuldig – das ist hier die Frage

"Terror" am Düsseldorfer Schauspielhaus Foto: Sebastian Hoppe

„Terror“ am Düsseldorfer Schauspielhaus Foto: Sebastian Hoppe

Diese Spielzeit wird Schirachs Theater-Erstling Terror knapp 20 Mal auf deutschsprachigen Bühnen aus der Taufe gehoben. Die Bühne wird zum Gerichtssaal, die Zuschauer zu Schöffen – zu den alleinigen Bestimmern des Ausgangs. In Düsseldorf wurde die Inszenierung von Kurt Josef Schildknecht nun völlig zu Recht mit stehenden Ovationen bejubelt.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Geschürte Ängste und die Frage nach Gerechtigkeit der Justiz

Hexenjagd am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas AurinDie erste Arbeit der jungen, mit dem Kurt-Hübner-Preis ausgezeichneten Daniela Löffner feierte am Samstag im Schauspielhaus Bochum Premiere: Arthur Millers Hexenjagd. Löffner inszeniert mit 17-köpfiger Besetzung. Es werden Bezüge zu vielen aktuellen Themen hergestellt, besonders deutlich ist die Justizkritik am NSU-Prozess.

von ALINA SAGGERER

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Ich weiß, was du nächsten Freitag tun wirst

Björn Gabriel als Chief John Anderton   Bild: Birgit HupfeldIm kleinen Studio des Schauspiel Dortmund inszeniert Klaus Gehre Spielbergs Minority Report in Form des Live-Films Minority Report oder Mörder der Zukunft. Viel Technik, witziger Trash und die Erkenntnis, dass Philip K. Dick nie so aktuell war wie heute. Und Klaus Gehre ebenso wie Intendant Kay Voges ein gutes Gespür für wichtige gesellschaftliche Themen beweist.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

Er war es nicht!

Noah Hawley - Der Vater des Attentäters Cover Nagel & KimcheWas denkt und tut ein Vater, der schon Monate vorher weiß, wann sein Kind sterben wird? Datum und Uhrzeit des Todes stehen fest, denn Daniel Allen soll den zukünftigen Präsidenten der USA erschossen haben. Noah Hawleys Roman Der Vater des Attentäters erzählt von der Suche nach Antworten und den Zweifeln am eigenen Verstand.

von SIMONE SAUER-KRETSCHMER

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