Wut, Rage und Frustration

"Wut/Rage" bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

„Wut/Rage“ bei den Ruhrfestspielen Foto: Krafft Angerer

Als eine der zwei letzten Premieren der diese Spielzeit sehr politischen und überaus erfolgreichen Ruhrfestspiele wurde nun – zumindest in dieser Konstellation – eine Uraufführung aus dem Hamburger Thalia Theater auf die große Bühne in Recklinghausen gebracht: Sebastian Nüblings und Julia Lochtes Konglomerat Wut/Rage von Elfriede Jelinek bzw. Simon Stephens mag thematisch harmonieren, scheitert jedoch an der exzessiven Wiedergabe, die oft den brisanten Inhalt der Textfragmente ver- und überspielt.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Advertisements

Zahnlos und blutleer

Hedda Gabler am Schauspiel Köln   Foto: Thomas AurinWas tun, wenn die Welt allzu langweilig ist und einem der Sinn so ganz und gar flöten geht? Hedda spielt mit Menschen und Pistolen. Karin Neuhäuser inszeniert am Schauspiel Köln mit Henrik Ibsens Hedda Gabler ein flaches und spannungsloses Bühnenstück. Das Ensemble müht sich redlich, kann aber nicht recht überzeugen, obwohl Ibsens Stoff taugt, um daraus ein ganz und gar gegenwärtiges und differenziertes Drama zu spinnen.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen