Die Möglichkeit eines Theaters

Die Mšöglichkeit einer Insel am Theater Dortmund   Foto: Birgit HupfeldNils Voges inszeniert mit dem Künstlerkollektiv sputnic am Schauspiel Dortmund frei nach dem Roman Die Möglichkeit einer Insel von Michel Houellebecq einen live animierten Trickfilm und sprengt damit die Grenzen von Theater, Film und Performance. Nach dem live animierten Film Minority Report oder Mörder der Zukunft (Regie: Klaus Gehre) ein weiterer spektakulärer Technik-Clou auf der Dortmunder Bühne.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

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Das Ungeziefer in dir: Lebst du noch oder krabbelst du schon?

Die Verwandlung am Theater Oberhausen, Moritz Peschke als Gregor Samsa   Foto: Klaus FröhlichDas Publikum ist dem ukrainischen Regisseur Andriy Zholdak laut eigener Aussage ziemlich egal. Das deutsche Publikum sei ohnehin eines, das ein Stück, das es nicht versteht, gleichermaßen unverständlich wie schlecht findet. Ist das Oberhausener Premierenpublikum von Zholdaks Kafka-Inszenierung der Verwandlung also ein vermeintlich „typisch deutsches“, weil es die Inszenierung weniger mit stehenden Ovationen als mit vereinzelten Buh-Rufen und sichtlicher Irritation und Erregung goutiert: „Unverschämtheit“, „Ich hatte es mir ja schon schlimm vorgestellt, aber das?!“ oder „Ich fand es dermaßen unmöglich.“ Erklärungsversuche.

von KATJA PAPIOREK und NADINE HEMGESBERG

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Zum Geburtstag viel Dogma

Das Fest am Theater Dortmund   Foto: Birgit HupfeldLachsalven, laute Zwischenrufe, nicht enden wollender Applaus, Pfiffe und Schreie, Standing Ovations, Überwältigung und Herzrasen bei den Zuschauern. Was ist da los? Haben die vom Theater umsonst Alkohol ausgeschenkt? – Nein, die Reaktionen seien eigentlich immer so positiv, wird später erzählt. Das Fest feierte seine Premiere im Schauspiel Dortmund bereits im Februar 2013, doch auch in dieser Spielzeit begeistert Kay Voges‘ Inszenierung nach wie vor.

von GERALDINE GAU Weiterlesen

„Hamlet“ Tag und Nacht

Hamlet„Wir machen jetzt politisches Theater“, skandieren Wum und Wendelin am Ende eines ebenso kurzweiligen wie bedrückenden Theaterabends: Massenüberwachung, Mord, Reality-TV, Krieg gegen den Terror, Selbstoptimierung und Cyborgism. Der Mensch, das überforderte Tier, und die durch die Medienkanäle sausende Datenflut – Fluch und Segen. Regisseur und Intendant des Schauspiels Dortmund Kay Voges mit einer für ihn gewohnt videolastigen Inszenierung des Shakespearestoffs.

von NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

Was für ein Theater!

Schauspielhaus BochumGroßes Haus, Zuschauerrraum Copyright: Birgit HupfeldEin neuer Herbst kündigt sich langsam aber stetig an und damit beginnt auch die neue Spielzeit in den diversen Theaterhäusern des Ruhrgebiets. Es ist also Zeit, dass sich literaturundfeuilleton dem Bühnengeschehen widmet und berichtet, welche Inszenierung auf keinen Fall verpasst werden sollte, welches Stück den Zuschauer schier aus dem Theatersessel reißt oder welcher Theaterabend zum Vergessen ist.

von ANNIKA MEYER

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