Am Anfang war das Ende

Inger-Maria Mahlke – Archipel Cover: Rowohlt

Inger-Maria Mahlke widmet sich in Archipel einhundert ereignisreichen Jahren dreier Familien auf dem spanischen Eiland Teneriffa. Das interessante Konzept einer in der Zeit zurückwandernden Erzählung krankt jedoch an einer zu großen Anzahl verschiedener Handlungsstränge, die inhaltlich schlichtweg uninteressant sind und sich in offenen Enden verlieren. Dabei stolpert die Autorin über sprachliche Unzulänglichkeiten, während die wechselhafte spanische Geschichte zum bloßen Hintergrundgeräusch verkommt.

von THOMAS STÖCK Weiterlesen

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Scharlatonosophie

Zizek: Klassenkampf // Quelle: UllsteinMit seinem aktuellen Buch Der neue Klassenkampf. Die wahren Gründe für Flucht und Terror plädiert der slowenische Philosoph und Kulturkritiker Slavoj Žižek für eine globale Solidarität mit den Unterdrückten und Ausgebeuteten. Der Klassenkampf ist noch nicht vorbei, sondern geht in eine neue, weltumfassende Runde. Žižek errichtet eine neue Utopie, die interessante Erkenntnisse zeitigt, aber letztlich zum Scheitern verurteilt ist – auch aufgrund der verwendeten Rhetorik.

 

 

von JONAS PODLECKI

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Die geheimnisvolle Insel oder: Zwei Kulturen sind eine zu viel

"Die stille Kraft" bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

„Die stille Kraft“ bei der Ruhrtriennale Foto: Jan Versweyveld

Die stille Kraft nach dem gleichnamigen Roman von Louis Couperus begeisterte das Premierenpublikum der Ruhrtriennale auf Zeche Zollverein nahezu ausnahmslos. Der Inszenierung von Ivo van Hove und Peter van Kraaij gelingt auf beeindruckende Weise der Spagat zwischen dramaturgisch dichter Romanadaption und cineastischem Effekttheater. Die Schauspieler der Toneelgroep Amsterdam glänzen durch Authentizität.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

„Ach, du hast Hunger? Na, dann friss!“

Anton Kannemeyer - Papa in Afrika   Cover: Avant„W“ steht für weiß und „schwulstige Lippen“ stehen für schwarz – Anton Kannemeyer geht mit seinen südafrikanischen Landsleuten hart ins Gericht, wobei auch deutschsprachige Leser etwas lernen können.

von CHRISTIAN A. BACHMANN

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Kokosnussgenuss

Viel ist bereits geschrieben worden über Christian Krachts neuen Roman Imperium. Schon eine Woche nach der eigentlichen Veröffentlichung des Buches scheint der große Streit um Rassismus und Satire geschlichtet zu sein. Trotzdem wird in den Feuilletons aller großen Zeitungen heftig kommentiert. Ganz schön schwierig, da noch einen eigenen Gedanken zu fassen.

Von HANNAH KONOPKA

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