Im Griff der Filmindustrie

F. Scott Fitzgerald - Für Dich würde ich sterben Cover: Hoffmann und Campe

F. Scott Fitzgerald – Für Dich würde ich sterben Cover: Hoffmann und Campe

F. Scott Fitzgerald verbrauchte sich in jeglicher Hinsicht: emotional an der Liebe zu seiner Frau Zelda, schriftstellerisch an seinen erzählerischen Auftragsarbeiten und gesundheitlich an seiner Trunksucht, die in einem tödlichen Herzinfarkt resultierte. Trotz seiner Exzesse hinterließ er fünf Romane und über 160 Erzählungen, ein literarisches Reservoir, das einige der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts enthält. Nun erschienen bei Hoffmann und Campe größtenteils noch unveröffentlichte Erzählungen in dem Band Für dich würde ich sterben, der ein neues Licht auf den Autor der Lost Generation und sein Schaffen Ende der 1930er Jahre wirft. Er zeigt, dass Fitzgerald aus seinem Leben schöpfte wie bisher, und dass er zu wesentlich mehr in der Lage gewesen wäre, als diese Erzählungen es suggerieren mögen.

von JONAS PODLECKI Weiterlesen

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Sie sind entlassen, Krause

"Top Dogs" am Schauspiel Essen Foto: Martin Kaufhold

„Top Dogs“ am Schauspiel Essen Foto: Martin Kaufhold

Getreu dem Spielzeitmotto „Werte zählen“ feierte im Schauspiel Essen das Stück Top Dogs Premiere. Regisseur Christoph Roos kennt das Haus, inszenierte hier bereits erfolgreich Die Buddenbrooks, Michael Kohlhaas und Faust. Die amüsierende Managersatire bringt er kurzweilig, ohne viel Wesens, auf den Punkt.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Von kleinen und großen Geschäften

"Familiengeschäfte" am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

„Familiengeschäfte“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Thomas Aurin

Mit der Inszenierung von Alan Ayckbourns Familiengeschäfte verwandelt Regisseur Marius von Mayenburg das Schauspielhaus Bochum in eine Hochburg von Verrat, Intrigen und – Gelächter. Von Mayenburg präsentiert eine erfrischende Komödie, die mit einer gelungenen Prise Schauer à la David Lynch und Splatter à la Tarantino das Publikum bestens unterhält.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Ein Krug kommt selten allein

Kleist "Der zerbrochne Krug" am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Kleist „Der zerbrochne Krug“ am Schauspielhaus Bochum Foto: Hans Jürgen Landes

Anselm Weber, Noch-Intendant des Bochumer Schauspielhauses, widmet sich nach etlichen Bühnenklassikern nun Heinrich von Kleists Lustspiel Der zerbrochne Krug. Zwar gerät der Abend zum kurzweilig-komischen (Sprach-)Vergnügen, auf innovative Regieeinfälle wartet man jedoch abermals vergeblich.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

50 Shades of White

Yasmina Rezas "Kunst" am Schauspiel Essen Foto: Diana Küster

Yasmina Rezas „Kunst“ am Schauspiel Essen Foto: Diana Küster

Ein vibrierendes Kunstwerk, Scheiße oder irgendwas dazwischen? Drei Männer streiten sich über ein Bild, dabei geht es doch um so viel mehr. Regisseurin Anne Spaeter bringt Yasmina Rezas Kunst auf die Bühne des Grillo-Theaters Essen und zeigt eine fein abgestimmte Komödie, bei der zur Erheiterung des Zuschauers fast jedes Wort pointiert auf die Goldwaage gelegt wird.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Roger Vontobel macht sich den Shakespeare widewide Wie es Euch gefällt

"Wie es Euch gefällt" am Schauspiel Köln   Foto: David BaltzerGeorge Bernard Shaw vertrat die Meinung, Shakespeare überließe schon im Titel allein dem Publikum die Bewertung seiner Komödie: As YOU like it. Roger Vontobel fühlte sich als Regisseur ebenfalls angesprochen, Wie es Euch gefällt so zu inszenieren, wie es ihm gefiel, und brachte seine Version der Shakespeareʼschen Komödie auf die Bühne, die auch dem Publikum am Schauspiel Köln sichtlich gefiel.

von VERENA SCHÄTZLER Weiterlesen

Von Schein und Sein in Shakespeares „Viel Lärm um Nichts“

Viel Lärm um Nichts im Schauspielhaus Bochum   Foto: Arno DeclairDie Arbeiten an Shakespeares Viel Lärm um Nichts standen im Bochumer Schauspielhaus unter keinem guten Stern. So mussten Dramaturg Olaf Kröck und das Ensemble nach einem Streit mit Regisseur Lukas Langhoff das Stück allein fertig inszenieren – mit einem überraschenden Ende.

von VERENA SCHÄTZLER Weiterlesen

Drogenrausch im Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum: Oberon (Michael Schütz) und Titania (Katharina Linder)   Foto: Diana Küster

Ein Sommernachtstraum: Oberon (Michael Schütz) und Titania (Katharina Linder) Foto: Diana Küster

Es gibt Stücke, die so oft ihren Weg auf die Bühne gefunden haben, dass sich die Fragen stellen: Wie soll es möglich sein, Besucher aller Altersstufen mit dem ‚alten Hut‘ noch anzulocken? Und wie kann der Stoff noch neu erzählt werden? – Shakespeares Sommernachtstraum ist genau eines dieser Stücke. Christina Paulhofer katapultiert mit ihrer Inszenierung Shakespeares Verwechslungskomödie in eine Gegenwart zwischen Bankenkrise, Drogenrausch und Elektrobeats.

von NINA STEINERT

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