Wie hast Du’s mit der Religion?

Ayad Akhtars "Geächtet" vom Wiener Burgtheater bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen Foto: Georg Soulek

Ayad Akhtars „Geächtet“ vom Wiener Burgtheater bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen Foto: Georg Soulek

Bei den Recklinghäuser Ruhrfestspielen werden dieses Jahr unter dem Motto „Kopf über, Welt unter“ große, oft unbequeme Fragen und komplexe Themen auf verschiedenste Weise auf der Bühne präsentiert und verhandelt. Ayad Akhtars mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnetes Stück Geächtet könnte damit den Kern der diesjährigen Spielzeit treffen – der Regisseurin Tina Lanik und dem Dramaturgen Florian Hirsch vom Wiener Burgtheater fehlt es jedoch an Mut zur Kürzung und Abstraktion, um den Zuschauer bei all den Abhandlungen über das Für und Wider des Islams, die Frage nach dem individuellen Wert des Glaubens u. v. m. emotional am Ball zu halten.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

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Weltuntergang in Killerrapsgelb

COVER_Karin Duve_MachtKaren Duves Endzeitroman Macht zeigt Deutschland in der Hand von Staatsfeminismus und toxischen Vorstellungen von Männlichkeit. Ein scheinbarer Gegensatz, aber vor allem eine konsequente Weiterentwicklung ihrer Philosophie.

von NINA BLÄSIUS Weiterlesen

Das streitbare Klassenzimmer

"Nathan der Weise" an den Bonner Kammerspielen Foto: Thilo Beu

„Nathan der Weise“ an den Bonner Kammerspielen Foto: Thilo Beu

Volker Löschs Inszenierung von Lessings Nathan der Weise in den Bonner Kammerspielen provoziert mit Gewaltausbrüchen und verbaler Konfrontation – und begeistert durch den Chor aus zwölf jungen Muslimen, die Nathan bei Weitem überstrahlen.

von NINA BLÄSIUS Weiterlesen

My Fabulous Lady

"My Fair Lady" am Schauspiel Essen Foto: Martin Kaufhold

„My Fair Lady“ am Schauspiel Essen Foto: Martin Kaufhold

Das Essener Schauspiel landet mal wieder einen Clou: Robert Gerloff beweist mit seiner Inszenierung von My Fair Lady, dass der Pygmalion-Stoff auch knapp 100 Jahre nach seiner bekanntesten Bearbeitung durch George Bernard Shaw nichts an Witz und Schlagfertigkeit verloren hat. Das Publikum erwarten 165 unterhaltsame Minuten, in denen der eine oder andere schiefe Ton gerne verziehen wird.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

(K)ein Gespenst zum Gruseln

"Das Gespenst von Canterville" am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

„Das Gespenst von Canterville“ am Schauspiel Dortmund Foto: Birgit Hupfeld

Das diesjährige Dortmunder Weihnachtsmärchen ist schön schaurig und setzt wie schon im letzten Jahr auf einen kleinen Clash of Cultures: Im Gespenst von Canterville trifft die amerikanische Familie Otis auf britischen Adel aus vergangenen Zeiten und lehrt dem Schlossgespenst das Fürchten.

von ANNIKA MEYER Weiterlesen

Ein Schmetterling mit gebrochenen Flügeln

"Madama Butterfly" am Opernhaus Wuppertal Foto: Uwe Stratmann

„Madama Butterfly“ am Opernhaus Wuppertal Foto: Uwe Stratmann

In Zeiten, da die Flüchtlingssituation in Europa die Wichtigkeit gegenseitiger Verständigung umso dringlicher aufzeigt, inszeniert Dominik Neuner am Wuppertaler Opernhaus Puccinis Madama Butterfly als „Psycho-Krimi“ auf der Folie eines kulturellen Zusammenpralls – mit tragischem Ausgang für die Hauptfigur.

von STEFAN SCHMIDT Weiterlesen

„Wir haben Unterlassungssünden auf uns geladen“

Das "ZEIT Forum Kultur" bei der Ruhrtriennale Foto: Edi Szekely

Das „ZEIT Forum Kultur“ bei der Ruhrtriennale Foto: Edi Szekely

Im vielfältigen Programm der diesjährigen Ruhrtriennale darf auch ein Polit-Talk nicht fehlen. In Kooperation mit dem hiesigen Theaterfestival hat die ZEIT eine neue Auflage des ZEIT Forum Kultur ausgerichtet und über das Verhältnis von Geschichte und Gegenwart debattieren lassen.

von CHRISTOFER SCHMIDT Weiterlesen

Wohlmeinendes, für die Wohlmeinenden geschrieben

Nuccio Ordine - Von der Nützlichkeit des Unnützen   Cover: Graf VerlagGeisteswissenschaftler – „Und was wird man damit später?“ Der italienische Literaturprofessor Nuccio Ordine hat die Nase voll vom Ungeist seiner Zeit mit ihrem allgegenwärtigen Diktat der Zweckrationalität und versucht in einem Manifest, sich und seinesgleichen Von der Nützlichkeit des Unnützen zu überzeugen. Wer vorher schon zu zweckfreiem Verhalten neigte, ist überzeugt. Vielleicht aber auch verärgert.

von FABIAN MIRKO MAY Weiterlesen

Die Genese der Bilder: Sebastião Salgados Genesis

Marine iguana (Amblyrhynchus cristatus). Galápagos. Ecuador. 2004. C/O Berlin,  ©Sebastião Salgado

Marine iguana (Amblyrhynchus cristatus). Galápagos. Ecuador. 2004. C/O Berlin, ©Sebastião Salgado

C/O Berlin zeigt Sebastião Salgados Zyklus Genesis. Der Fotograf will die Natur zeigen und kommt dabei nicht los von überkommenen Darstellungsweisen. Ein Kommentar

von CHRISTIAN A. BACHMANN

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Auf der Suche nach Besserland

Alexandra Friedmann - Besserland   Cover: UllsteinAlexandra Friedmann trifft mit ihrem autobiografischen Roman Besserland auf eine hochaktuelle Thematik. Doch ihre biografische Odyssee durch Europa enttäuscht im Angesicht der aktuellen Flüchtlingsproblematik.

von ALINE PRIGGE Weiterlesen