Viel Federlesen um Thomas Hettche

Thomas Hettche: Pfaueninsel   Cover: Kiepenheuer und WitschIn Die Pfaueninsel erzählt Thomas Hettche ein Märchen des 19. Jahrhunderts und findet damit, wonach der junge Walter Benjamin suchte: Die ersehnte Trophäe, hier ist sie.

von SIMONE SAUER-KRETSCHMER Weiterlesen

Panem im Pott: Die Zukunft wird lila

Jörg Albrecht - Anarchie in Ruhrstadt   Cover: WallsteinJörg Albrechts neuer Roman Anarchie in Ruhrstadt wirft einen Blick in eine potenzielle Zukunft des Ruhrgebiets, in der sich im Jahr 2015 eine dezentrale Regierung erhebt und die 53 Städte und Kommunen zu einer einzigen Stadt, der Ruhrstadt, verbindet. Wie und warum es im Jahr 2044 zum Zusammenbruch des zunächst vielversprechenden Systems kommt und sich die Utopie zur Dystopie wandelt, verbildlicht der Roman anhand der Geschichten von Stadtplaner György und der Anarchisten Julieta und Rick.

von PIA ALEITHE

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What the world needs now …

Thomas Mießgang – Scheiss drauf. Die Kultur der Unhöflichkeit   Cover: Rogner&BernhardIrgendetwas läuft schief in dieser Welt, der Umgangston verroht. Dieses Gefühl holt in gegenwärtigen Zeiten jeden irgendwann ein. Der Mensch muss nicht einmal einen Fuß aus seinen heiligen vier Wänden setzen: Es reicht, einfach die Glotze anzuschmeißen. Es wird gepöbelt, gekeift, gehauen. Und alle schauen zu. Thomas Mießgang versucht in Die Kultur der Unhöflichkeit, das Symptom dieser Entwicklung und seine Ursprünge zu analysieren. Dabei gelingt ihm ein Rundumschlag, der aufzeigt, welche Mechanismen der modernen Welt die unhöfliche Mentalität fördern.

von JAN FREDERIK BOSSEK Weiterlesen

Beunruhigt Euch!

Pessoa Kongress in Lissabon    Quelle: offizieller FlyerVor 125 Jahren wurde Fernando Pessoa geboren. Ein internationaler Kongress in Lissabon versammelte vom 28. bis 30. November Literaturwissenschaftler, Philosophen und Künstler zu offenen Diskussionen über den Dichter der Aufspaltung der Persönlichkeit.

von PHILIPP KAMPSCHROER

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Von Galgenvögeln und Intelligenzbestien

Cord Riechelmann - Krähen   Cover: Matthes&SeitzOb man die skurrilen schwarzen Vögel nun mag oder auch nicht, jede/r wird sie schon einmal in Aktion gesehen, amüsiert beobachtet oder sich angewidert abgewandt haben. Krähen – und alles gefiederte Getier, was darunter subsumiert wird – polarisieren. Aber warum? Diesen und anderen Fragen geht Cord Riechelmann in Krähen. Ein Portrait nach.

von SYLVIA KOKOT

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Auf eine literarische Blätterteigschnecke KW 45

Unendlichkeit in Form der Blätterteigschnecke Fot: flickr User JaBB CC BY-NC-ND 2.0Gestatten: Hemgesberg. Ich lade Sie hier und heute auf die literarische Blätterteigschnecke der vergangenen Woche ein – das vielschichtige Häppchen aus dem Literaturbetrieb. Setzen Sie sich, es ist genug geschehen in dieser Welt der WissensverwalterInnen und beleidigten Ehefrauen, damit wir ein wenig plaudern können: Albert Camus zum 100., Streitpunkt Bibliothek und Miss Bezos meckert.

von NADINE HEMGESBERG

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In 70 Reisen um die Welt

Christoph Ransmayr - Atlas eines ängstlichen Mannes   Cover: S.FischerChristoph Ransmayrs Atlas eines ängstlichen Mannes erzählt in 70 Episoden von Reisen um die ganze Welt. Was dem Leser dabei geboten wird, ist zugleich mehr und etwas ganz anderes als ein Reiseroman.

von BERNHARD STRICKER

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„Der Tod ist ein Ort ohne Brüste.“

Lambert / Ziegler - Brüste  Cover: Rogner&BernhardTitten, Möpse, Hupen, Glocken, Bazongas… Wahrscheinlich gibt es für keinen anderen Körperteil des Menschen so viele kreative Bezeichnungen wie den der weiblichen Brust. Paula Lambert, Sex-Kolumnistin der GQ, und Journalist und Autor Helmut Ziegler gehen in Brüste. Das Buch dieser Faszination um die Brust auf den Grund – und das mit sehr viel Humor, aber auch mit dem dazugehörigen Ernst.

Von ESRA CANPALAT

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Vom post-karnevalistischen Irrsinn der Welt

Der Roman Perversion des ukrainischen Schriftstellers Juri Andruchowytsch ist ein Paradebeispiel post-moderner Literatur, bietet aber trotzdem keine perfekte Unterhaltung.

von ANNE REUS

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Verfall einer Familie „Bayrische Art“

Der erste Roman des Schauspielers Josef Bierbichler wird als Epos über Krieg, Zerstörung und Familie beworben – allerdings wäre hier weniger wohl mehr gewesen.

von ANNE REUS

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