Ein attraktives leeres Gefäß

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Copyright: Markus Tedeskino – Ag.Focus

Haruki Murakamis bislang größter Erfolg zeigt einen Weltautor auf der Höhe seines Könnens“, wirbt der DuMont-Verlag. Muss man nicht so sehen. Man kann Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki aber trotzdem gut finden. Denn abseits von Handlung/Nichthandlung ist es ein bitterschönes Buch.

von FABIAN MAY

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Chronik des Wartens

Julia Schoch - Selbstporträt mit Bonaparte   Cover: PiperDie großen Katastrophen im Leben bleiben aus, der ehemals krisengebeutelte westliche Mensch hat sich durch Jahrhunderte voller Revolutionen, Kriege und Aufstände gequält, um am Ende das Schicksal nicht selbst in der Hand zu haben. Er ist frei zu wählen, er hat die Qual der Wahl – einzig am Roulettekessel treten die traurig freien Gestalten noch ihrem Schicksal gegenüber, so Julia Schoch in einem Essay (Literaturen #103 Okt/Nov 2011). In ihrem dritten Roman Selbstporträt mit Bonaparte lässt Schoch ihre namenlose Ich-Erzählerin ihrem Leben, ihrer Liebe und Leidenschaft zum Spiel – dem Schicksalsgaranten – nachspüren und versucht, Gegenwärtiges spothaft festzuhalten.

Von NADINE HEMGESBERG

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Von Dichtern und Heringen

Island, 1912: Wiesen, Schafe Holzhütten und betrunkene Dichter. Die Übersetzung von Thórbergur Thórdarsons Roman Islands Adel (S. Fischer) öffnet ein Fenster in ein längst vergangenes Leben. Ein Ausschnitt aus dem Leben eines Protagonisten, der zufällig den Namen des Autors trägt und schreibt: Ich.

von MARCEL WIDJAJA

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