Literatur und Feuilleton Podcast – Folge 004: Literaturpop

Auf dem Beitragsbild zu sehen ist Taylor Swifts Bühnenshow, die unter anderem einen Balkon beinhaltet, während des Speak Now Concert in Heinz Field. Copyright Ronald Woan.

Bei unserem heutigen Thema werden sich sicherlich einige unter euch gefragt haben: Was ist Literaturpop überhaupt? Vielleicht ist ja die sogenannte Popliteratur bekannt, also eine Literatur, die sich mit populärkulturellen Phänomenen beschäftigt. Den genau umgekehrten Prozess möchten wir nun heute mit euch anschauen: Wann stellt populäre Musik einen Zusammenhang zu Literatur her? Wie können diese Zusammenhänge aussehen? Wie kann man Schreib- und Leseprozesse gesanglich darstellen? In insgesamt vier Teilen blicken wir auf Momente, in denen die Trennlinien zwischen den beiden Kunstformen populärer Musik und Literatur verwischen.

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The Importance of Being Ernest

Passfoto Ernest Hemingways im Jahre 1923. Zu dieser Zeit hielt er sich in Paris auf.

Vor genau 123 Jahren erblickte Ernest Miller Hemingway das Licht der Welt. Bekannt ist er uns heute nicht nur für seinen reduktionistischen Schreibstil, der uns als Eisberg-Theorie geläufig ist. Auch war er ein prototypischer Macho, dessen Figuren genau die Werte verkörpern, die auch Hemingways öffentliches Bild prägten. Doch trotz ihrer Chauvi-Attitüde lässt sich seinen Werken weiterhin viel Positives abgewinnen.

von THOMAS STÖCK

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Nobelpreisträger und Spät-Demokrat

Thomas Mann mit seiner Tochter Erika, seiner Frau Katia sowie seinem Sohn Klaus 1929. In diesem Jahr erhielt er auch den Nobelpreis für Literatur. Foto von Eduard Wasow.

Thomas Mann, der dieses Jahr seinen 147. Geburtstag gefeiert hätte, ist vor allem als Meister der Ironie und für seine gesellschaftskritischen Werke bekannt. Sein größtes Prosawerk die Buddenbrooks gilt als einer der ersten deutschen Gesellschaftsromane. Für selbigen erhielt Mann den Nobelpreis für Literatur.

von CELINA FARKEN

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Im Paris der Erinnerungen auf der Suche nach einer Frau

Patrick Modiano: Unsichtbare Tinte; Cover: Hanser Verlag

Der ungelöste Fall der mysteriösen Noelle Lefebvre lässt Jean Eyben auch noch Jahrzehnte nach deren Verschwinden nicht los. Unwichtige Details werden zur Geheimbotschaft und das Verfassen von Notizen zur Manifestation der Existenz einer längst vergessenen Zeit. Der schlichte Inhalt von Patrick Modianos Unsichtbare Tinte wird durch die wendungsreiche Struktur und den geschliffenen Stil zu einer fesselnden Geschichte, die Spannung ganz ohne action-lastige Elemente erzeugt.

von LEINES BAUMGARDT

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Die Redaktion empfiehlt…

Mit 2020 liegt ein äußerst bewegtes Jahr hinter uns. COVID-19 hat unseren Alltag auf den Kopf gestellt. Auch für 2021 werden durch die Pandemie notwendig gewordene Einschränkungen unseren Alltag langfristig bestimmen. Zugleich gibt es jedoch einen Hoffnungsschimmer am Horizont mit den zugelassenen mRNA-Impfstoffen, sodass vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft eine Normalisierung unseres Lebens beginnen kann. Doch ist da ja noch der Lockdown, dessen Verlängerung immer wahrscheinlicher scheint. Um die Zeit zu Hause ein wenig vergnüglicher zu machen, hat sich unsere Redaktion deshalb einige Empfehlungen für diese aufregende Zeit einfallen lassen. Wir wünschen Euch einen angenehmen Start in das neue Jahr, beste Gesundheit und natürlich viel Vergnügen bei der Lektüre!

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Von Rehen und Mystikerinnen – Oder: The Animal Village

Olga Tokarczuk: Der Gesang der Fledermäuse; Schöffling & Co.

Nachträglich für den ausgefallenen Nobelpreis 2018 wurde der polnischen Schriftstellerin Olga Tokarczuk dieser Preis im vergangenen Jahr verliehen. Ihr Roman Der Gesang der Fledermäuse bringt neuen Wind in die Literaturszene. Auch wenn er zu Teilen esoterisch und befremdlich wirkt, zwingt er den Leser immer wieder, sich einer drängenden Frage zu stellen: Woher nimmst du dir das Recht, über die Protagonistin zu urteilen? Ein Roman, der die Andersartigkeit in den Mittelpunkt stellt und ein Umdenken fordert – dieses Mal in unserer Throwback-Thursday-Reihe.

von ALINA WOLSKI Weiterlesen

Eine Sumpf-und-Stroboskop-Sinfonie

"Segen der Erde" am Schauspiel Köln   Foto: Tommy HetzelDas Schauspiel Köln zeigt als letzte Premiere der Spielzeit 2014/15 eine Bühnenfassung von Knut Hamsuns vieldeutigem Roman Segen der Erde. Robert Borgmanns Inszenierung changiert zwischen abstoßenden Orgien und kunstvollen Effekten, beklemmender Langeweile und schauspielerischer Größe.

von HELGE KREISKÖTHER

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Erinnerungen in Gestalt treibender Wolken

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Foto: Catherine Hélie Courtesy Ed. Gallimard

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Patrick Modiano – und damit bereits zum 15. Mal an einen französischen Schriftsteller. Eine (persönliche) Annäherung an den Meister der Fragezeichen.

von KATJA PAPIOREK Weiterlesen

Ein bisschen Faith, ein bisschen Hope

Paley_Ungeheure_Veraenderungen_in_letzter_Minute  Quelle: Schöffling & Co.Seit Alice Munro 2013 für ihre Short Stories mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, scheinen Verlage durch das Veröffentlichen von Kurzgeschichtenbänden englischsprachiger Autoren auf dieser Erfolgswelle mitreiten zu wollen. Wie schön, dass dieser Trend den deutschen Lesern die großartige Grace Paley dadurch näher bringt!

von ESRA CANPALAT Weiterlesen

Eine Entdeckung: Der Photograph Claude Simon

Claude Simon - Archipel Nord   Cover: Matthes & SeitzDie historischen Traumata des 20. Jahrhunderts sind die Themen, um die Claude Simons Romane kreisen und für die er 1985 den Nobelpreis verliehen bekam. Doch wie bekannt sind diese nicht leicht lesbaren Texte? Archipel / Nord, eine Auswahl von Prosaskizzen, bietet nun die Gelegenheit, diesen Autor (wieder-) zu entdecken.

von KAI FISCHER

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