Nach Monstern nun Morbus: Neues aus Nora Gomringers Alphabet der Schwellenzustände

Nora Gomringer - Morbus Cover: Voland & QuistAlle Lyrikleser wissen schon Bescheid: Nora Gomringer hat in diesem Jahr den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewonnen und ist auch schon vorher sehr für ihren neuen Gedichtband Morbus gelobt worden. Deshalb hier noch einmal für alle, die normalerweise keine Lyrik lesen: Dieses Buch ist eine wunderbare Einstiegsdroge.

von STEPHANIE HEIMGARTNER

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Seegurken, Grottenolme und Cyborgs

Heinrich Detering - Wundertiere   Cover: WallsteinMit dem Band Wundertiere legt der Germanist Heinrich Detering eine Sammlung von Gedichten vor, die überwiegend eine große Ruhe verströmen. Das ist nicht sehr aufregend, aber gut zum Innehalten.

von STEPHANIE HEIMGARTNER Weiterlesen

Zuhause in Moabit?!

Lesung in der Reihe "Hauser und Tiger"   Foto: Anna KrewerthDie Literaturreihe Hauser und Tiger kündigt einen Abend mit „Wohnzimmeratmosphäre“ an und hält, was sie verspricht: Maruan Paschen liest aus seinem Erstlingswerk Kai. Eine Internatsgeschichte und Rike Scheffler lässt ihre Texte an der Loopstation zu Klanggebilden erwachsen. Dazu gibt es Suppe, Kurt-Tucholsky-Cocktails und Gespräch – wer sich das entgehen lässt, ist selber schuld.

Von ANNA KREWERTH und EMILY MATSCHKE

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Das Gonzo-Prinzip oder „Wenn einer ein Arschloch ist, dann ist das eben so“

Spies, Miriam (Hg.) - Fledermausland   Cover: gONZo-VerlagWenn Sie nicht gerne Texte über Drogen und Ficken, über alltägliche Paranoia, ausgelöst durch das Versprechen von mehr Sicherheit statt Freiheit, über Privates und Politisches und über die Zusammenhänge dazwischen lesen, dann lassen Sie gefälligst die Finger davon. Alle anderen könnten in der Anthologie Fledermausland fündig werden.

von KAI FISCHER Weiterlesen

Der Dichter und der Kritiker

Marcel Reich-Ranicki. Peter Rühmkorf. Der Briefwechsel.   Cover: Wallstein„Freunde waren sie nicht“, schreibt Stephan Opitz in seinem Nachwort zu dem mit Christoph Hilse herausgegebenen Briefwechsel von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf. Und wahrlich ging es nicht immer freundschaftlich zu in der Korrespondenz des Leiters des Literaturressorts der eher konservativen Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Lyrikers „Roter Rühmkorf“ und Essayisten „von Gnaden“ – Mahnungen, verpasste Fristen, Entzücken und letztlich der Streit über Günter Grass’ Roman Ein weites Feld, der die beiden über Jahre entzweite.

von NADINE HEMGESBERG

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Lyrik for the win!

Logo des Preises der Leipziger BuchmesseZum elften Mal wurde der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen in den drei Kategorien „Belletristik“, „Sachbuch“ und „Übersetzung“. Nach Saša Stanišić, der mit seinem Roman Vor dem Fest im vergangenen Jahr gewann, wurde nun Jan Wagner für seine Regentonnenvariationen mit dem Preis in der Kategorie „Belletristik“ ausgezeichnet.

von NADINE HEMGESBERG

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Der talentierte Herr Gwisdek

Robert Gwisdek: Der unsichtbare Apfel (Quelle: Kiepenheuer und Witsch)Robert Gwisdek kannte man als Schauspieler, bevor er sich in den letzten zwei Jahren als Kopf der HipHop-Band Käptn Peng & die Tentakel von Delphi mit philosophisch absurden Texten eine beachtliche Fangemeinde erspielte. Jetzt veröffentlichte er den Roman Der unsichtbare Apfel, den er am 12. April in der ausverkauften Zeche Carl in Essen vorstellte.

von LINA BRÜNIG

 

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Und wenn ich mich endgültig hinlege, werde ich nützlich

Sylvia Plath: Über das Wasser/Crossing the Water   Cover: Luxbooks2013 war das Jahr der Todestage und ihrer Jubiläen, unter anderem auch der 50. Todestag von Sylvia Plath, die sich am 11.02.1963 das Leben nahm. Es ist also längst Zeit, der amerikanischen Dichterin auch auf literaturundfeuilleton zu huldigen. Das von ihr hinterlassene lyrische Werk zeugt von ihren Ängsten und Wahnvorstellungen, ist düster und augenzwinkernd zugleich. Über 40 Jahre nach der englischen Erstveröffentlichung bringt der Luxbooks Verlag den Lyrikband Crossing the Water / Übers Wasser zum ersten Mal in deutscher Übersetzung heraus.

von ESRA CANPALAT

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„Dérèglement de tous les sens“ – Die dichterische Zügellosigkeit als Zukunft der Dichtung?

Arthur Rimbaud – Die Zukunft der Dichtung   Cover: Matthes & Seitz„Hier nun Prosa über die Zukunft der Dichtung“ – so setzt Arthur Rimbaud (1854 – 1891) in einem seiner provokanten Seher-Briefe an. In dem Beschluss „Das will nicht nichts bedeuten“, scheinen noch heute die Myriaden Geheimnisse der Lyrik auf. Entsprechend bedeutungsschwanger und vielversprechend mutet es an, dass Tim Trzaskaliks Übersetzung von zwei Essays (u.a. von Philippe Beck) und einem vergleichsweise ungeheuren Anmerkungsapparat begleitet wird.

von SELIN GERLEK

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Treffen junger Autoren – Letzter Tag

Lara Theobalt   Foto: privatDer letzte Tag schmeckt nach Abschied, egal, wie viel noch ansteht. Zwischen Workshopprogramm, Lektoratsgesprächen und einem fulminanten literarischen Finale sinnieren die Teilnehmer des TJA über das Leben in einem Theater, Schnittchen und den Beginn der Welt. Und dann entdecken sie, dass sie die ganze Zeit über in Berlin waren – dies aber nur am Rande.

von LARA THEOBALT

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