Mass: Messe? Masse? Theater!

Leonard Bernsteins "Mass" am Musiktheater im Revier Foto: Forster

Leonard Bernsteins „Mass“ am Musiktheater im Revier Foto: Forster

Mit Mass ist dem Musiktheater im Revier ein wahrer Glücksgriff gelungen. Im Jahr des 100. Geburtstages von Leonard Bernstein bringen die Gelsenkirchener ein Werk auf die Bühne, das selbst eingefleischte Fans des Komponisten wahrscheinlich noch nicht live erleben durften. Und „erleben“ ist hier das richtige Verb. Richard Siegal bringt in seiner Inszenierung rund 180 Künstler auf und unter die Bühne und kreiert damit einen Theaterabend, den man so schnell nicht vergessen wird.

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Am Ende waren alle zufrieden

Leonard Bernstein Foto: Jack Mitchell

Leonard Bernstein Foto: Jack Mitchell

Mit Thomas Hampson konnte die Essener Philharmonie nicht nur einen gefragten Sänger, sondern auch einen Weggefährten Leonard Bernsteins für ein Konzert gewinnen. Der Liederabend To Lenny with Love kann immer dann überzeugen, wenn der charmante Amerikaner persönliche Anekdoten vom Komponisten erzählt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Während die erste Hälfte des Konzertes mit Mahler-Liedern eine fast unangenehme Atmosphäre hat, sind die Besucher nach der Pause ganz auf der Seite Hampsons. 

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„Weʼre all mad here“ – Das MiR wird zum Wunderland

"Alice in Wonderland" im MiR Foto: Costin Radu150 Jahre nach Erscheinen von Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker Aliceʼs Adventures in Wonderland zeigt uns Choreograf Luiz Fernando Bongiovanni, dass die Geschichte ums Erwachsenwerden, sich selbst Finden und Fantasie noch immer Facetten hat, die es lohnen, im Jahr 2015 auf eine Theaterbühne gebracht zu werden. Während man sich bei vielen alten Stoffen fragt, warum sie aus der Mottenkiste gekramt wurden und welche Berechtigung es gibt, ihnen einen bemüht aktuellen Ansatz aufzudrücken, sitzt man im Musiktheater im Revier und wünscht sich nach zwei Stunden unterhaltsamen Balletts mehr Alice, mehr weißes Kaninchen und vor allem mehr Luiz Fernando Bongiovanni.

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