Was man (nicht) sehen kann

COVER_Anthony Doerr_Alles Licht das wir nicht sehenEin verschwundener Schatz und eine Verbindung zwischen zwei auf unterschiedliche Weise im Dunkeln gefangenen Jugendlichen, die auf verschiedenen Seiten eines Krieges stehen, für den sie nichts können… Was klingt wie eine gefährlich zum Kitsch tendierende Mischung, verbindet sich in Alles Licht, das wir nicht sehen zu einer ebenso spannenden wie reflektierten Erzählung vom Aufwachsen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und von den alle Ideologien unterlaufenden Gemeinsamkeiten der Menschen. Anthony Doerr findet eine klare Sprache für die Dunkelheit einer Zeit, die von irrem Reinheitswahn beherrscht wurde und dennoch nicht vermochte, alle Hoffnungen auf Zukunft zu ersticken.

von SOLVEJG NITZKE Weiterlesen

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Über Männer im Wochenbett, Transvestiten und die indische Freiheitsbewegung

Aufmarsch von NS-Studenten vor dem Institut für Sexualwissenschaft unmittelbar vor dessen Plünderung und Zerstörung am 6. Mai 1933

Aufmarsch von NS-Studenten vor dem Institut für Sexualwissenschaft unmittelbar vor dessen Plünderung und Zerstörung am 6. Mai 1933 Quelle Wikimedia

Hirschfeld (1868-1935): Der Sexualforscher begibt sich auf Weltreise, um Eherituale, Familientraditionen und Sexualkrankheiten verschiedener Kulturen kennenzulernen. Dabei steht ein Besuch im Prostitutionsviertel von Tokyo oder von Phallussymbolen in Indonesien ganz oben auf der Liste. Zurück in Europa konnte der Vordenker sexueller Bewegungen aus Furcht vor den Nazis nie wieder deutschen Boden betreten.

Von MAXI GÖDEL

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Am Rande des Schreibverbots

Friedo Lampe - Am Rande der Nacht   Cover: WallsteinFriedo Lampe schaffte es zwar, schreibend im Dritten Reich zu leben, doch sein schriftstellerisches Leben stand im Schatten des Nationalsozialismus. Nur vier Wochen nach Erscheinen seines Debütromans Am Rande der Nacht wird er zu Beginn des Jahres 1934 von den Nationalsozialisten verboten und hat keine Chance, von der Presse und dem zeitgenössischen Lesepublikum wahrgenommen zu werden.

von ANNIKA MEYER

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Nicht überflüssig

Berlin, Opernplatz, Bundesarchiv, Bild 10214597  CC-BY-SA

10. Mai 1933 auf dem Opernplatz in Berlin Quelle: Bundesarchiv, Bild 10214597 CC-BY-SA

Zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung bringt literaturundfeuilleton eine neue Serie heraus: Studierende der Ruhr-Universität Bochum rufen die historischen Geschehnisse in Erinnerung und lassen teils vergessene Bücher wieder auferstehen.

Von ESRA CANPALAT und ANNIKA MEYER

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