Türchen 22: Chimären des Todes

Die Weihnachtszeit ist voll von überlieferten Geschichten über nicht reale Wesen und Dinge, an die man glauben muss – zumindest in der Kindheit. Es beginnt mit dem Christkind oder dem Nikolaus, die die Geschenke bringen, eine Zeit der fantastischen Welten und diffusen Schattenräume. Die britische Autorin Hilary Mantel schreibt in ihrer Autobiografie Von Geist und Geistern über diese verschwimmende Grenze zwischen Realität und dem nicht rational fassbaren Rand der Geisterwelt.

von LISA THEISSEN

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Barock vor „Game of Thrones“-Kulisse

Händels "Alcina" am Theater Münster Foto: Oliver Berg

Händels „Alcina“ am Theater Münster Foto: Oliver Berg

Opern- und Musicalregisseur Sebastian Ritschel inszeniert am Theater Münster Georg Friedrich Händels Alcina und eröffnet damit die „Tage alter Musik“. Während die Bühne mit so mancher effektvollen Überraschung aufwartet, bleibt das musikalische Geschehen aber trotz des beherzten Dirigats Attilio Cremonesis auf einem mittleren Niveau.

von HELGE KREISKÖTHER Weiterlesen

Die Odyssee als Urtext der Diskriminierung

SCHAUSPIEL ESSEN: "Die Odyssee oder 'Lustig ist das Zigeunerleben Foto: Thilo BeuDas Essener Grillo-Theater eröffnet die neue Spielzeit politisch: In Die Odyssee oder „Lustig ist das Zigeunerleben“ nimmt sich Regisseur Volker Lösch der Ausgrenzung von Roma und Sinti an. Sie stehen in seiner Inszenierung exemplarisch für „die Anderen“, für alles, was das bürgerliche Selbstverständnis im Zuge seiner Selbstfindung hinter sich gelassen und getötet hat. Löschs Agenda ist ehrenwert, die Schaulust bleibt jedoch auf der Strecke.

von FABIAN MAY

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