Kafka im Cornflakesregal

Gonçalo M. Tavares: „In Amerika“, sagte Jonathan; Cover: Kupido Literaturverlag

Eine Reise von der Westküste der USA hoch in den Nordosten und zum Abschluss einige Tage in Florida: Mit „In Amerika“, sagte Jonathan entführt uns Gonçalo Tavares auf eine Reise in einige der großen amerikanischen Städte, aber auch in die Naturenklaven inmitten des US-amerikanischen Traums. An seiner Seite findet sich stets ein Porträt eines Kafka-Fotos, das ihn zu allerlei abgründigen Gedankengängen von eindrücklicher Sprachgewalt anregt. Kafka und die USA – das passt bereits seit dem Verschollenen wunderbar zusammen.

von THOMAS STÖCK

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„Am Anfang war das Feuer. Und am Ende bin ich wieder schuld.“

Das Spiel beginnt in Tonis Haus. Rufus hat schon mal den Koffer für seinen nächsten Fluchtversuch gepackt.
– Screenshot: Daedalic Entertainment.

Eine Welt, die nur aus Schrott besteht – heute gar nicht mehr so unvorstellbar und spätestens seit dem Erfolg des oscarprämierten Animationsfilms WALL·E im Jahr 2009 auch kein völlig neuer Topos in Literatur und Medien. Deponia aus dem Hause Daedalic Entertainment führt uns vor Augen, wie es sich als Mensch auf einem Müllhaldenplaneten leben lässt. Gar nicht, würde Protagonist Rufus sagen, der nur ein Ziel hat: Abhauen! In dem bunten und liebevoll handgezeichneten Point-and-Click-Adventure begleiten wir den kreativen, aber wenig ehrlichen und tugendhaften Helden auf seiner Reise.

von REEMDA HAHN

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Vom post-karnevalistischen Irrsinn der Welt

Der Roman Perversion des ukrainischen Schriftstellers Juri Andruchowytsch ist ein Paradebeispiel post-moderner Literatur, bietet aber trotzdem keine perfekte Unterhaltung.

von ANNE REUS

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