Vom Leben und Sterben in Schnee und Eis

„Der Himmel verfügt über endlose Mengen an Schnee. Es fallen Engelstränen, sagen die Indianer im Norden Kanadas, wenn es schneit. Hier schneit es viel, und die Traurigkeit des Himmels ist schön, sie ist eine Decke, die den Boden vor Frost schützt und den dunklen Winter erhellt, doch sie kann auch kalt und unbarmherzig sein.“

In hochpoetischer Sprache erzählt der isländische Erfolgsautor Jón Kalman Stefánsson in Der Schmerz der Engel vom Leben am Rande der Welt, dessen gewaltiger Mantel aus Eis und Schneesstürmen den Faden des Lebens ständig zum Reißen gespannt hält.

von NINA HENZE

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