Leidenslaboratorium unter himmlischen Lichtern

"Celestial Sorrow" Foto: Laura Van Severen

„Celestial Sorrow“ Foto: Laura Van Severen

Celestial Sorrow – so heißt das Ergebnis der Kollaboration zwischen Choreografin Meg Stuart und dem bildenden Künstler Jompet Kuswidananto, das PACT Zollverein auf die Bühne gebracht hat und das im nächsten Jahr noch in Minneapolis, Gent, Wien und Berlin zu erleben sein wird. Ausgehend von Kuswidanantos Erinnerung an die Suharto-Diktatur in Indonesien, während welcher der Künstler aufwuchs, entstand eine eindrucksvolle Installation und Performance über Trauer, Schmerz und die Geister der Vergangenheit.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

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west off 2015 – zwischen geteilter Verantwortung und geplantem Zufall

west off 2015Das Theaterfestival west off 2015 geht zu Ende. Mit dem Theatergame regere der Gruppe Progranauten sowie der Performance Feeding Fears von A Barrel of Monkeys verhandelt das FFT Düsseldorf komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge – auf der Bühne und außerhalb: So fragt es u. a. nach der Bedeutung des Zufalls, nach Privilegien und nach dem Gefühl, regiert zu werden.

von CHRISTOFER SCHMIDT und PHILIPP HANKE Weiterlesen

STADT durch Kunst neu denken und erleben – Urbane Künste Ruhr 2015

Logo Urbane Künste RuhrSeit nunmehr vier Jahren inspiriert das Festival Urbane Künste Ruhr das Ruhrgebiet und seine Bewohner. Auch in diesem Jahr präsentiert es, unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann, experimentelle, grenzüberschreitende und nachhaltige Kunstprojekte. Von Mai bis November wird das Programm diverse Stadtlandschaften im Ruhrgebiet neu erforschen und dazu anregen, es bleibend zu verändern.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Die Büchse der (un)begrenzten Möglichkeiten

Pandora 88   Foto: Aurora NovaIn dieser Woche präsentieren zwei renommierte Tänzer der Off-Szene und Mitbegründer der fabrik in Potsdam, Wolfgang Hoffmann und Sven Till, das Physical Theatre Stück Pandora 88 bei den Ruhrfestspielen. Seit nunmehr zwölf Jahren – Uraufführung war im Jahr 2003 – begeistern sie mit ihrer außergewöhnlichen Performance auf engstem Raum, die im Zuge des Fringe Festivals bei den Ruhrfestspielen gezeigt wird.

von SILVANA MAMMONE

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Mut zur Ungemütlichkeit

Berliner FestspieleStefan Wipplinger und Alexander Manuiloff eröffnen den Stückemarkt des Theatertreffens 2015 mit Hose, Fahrrad, Frau und Der Staat (The State) und zeigen, wie wenig das Theater braucht, um zu überzeugen.

von ALINE PRIGGE Weiterlesen

Die Einzigartigkeit einer Nicht-Metropole

Jörg Albrecht ist jung, vielbeschäftigt mit unzähligen und weitreichenden Ideen, auch über Text- und Genregrenzen hinweg. So bedeutete die Veröffentlichung seines neuen Romans Anarchie in Ruhrstadt beispielsweise nicht, dass es sich um ein abgeschlossenes Kapitel handelt. Vielmehr wurde das Konzept erweitert und Albrecht organisierte im September zusammen mit mehreren Performancegruppen zwischen Mühlheim und Oberhausen die Ur- und gleichzeitig Letztaufführung der dynamischen Theatertour 54. Stadt.

literaturundfeuilleton traf den Romanautor während einer Probenpause in Oberhausen, im Roman das Zentrum des als Ruhrstadt zusammengeschlossenen Ruhrgebiets. Wir sprachen u.a. über seine Projekte, den Kulturbetrieb und den Strukturwandel im Ruhrgebiet.

von PIA ALEITHE und NADINE HEMGESBERG Weiterlesen

Kuriose Gleichzeitigkeit – essende Tänzer und tanzende Esser

manger bei der Ruhrtriennale 2014   Foto: Ursula KaufmannDas einzige, was der Jahrhunderthalle fehlte, war der Dauerlutscher. Am Samstag, den 27. September zeigte die Ruhrtriennale die Tanzperformance manger von Boris Charmatz. Das Stück überzeugte durch eine beeindruckende Gruppendynamik und den sichtlichen Willen, das Konzept des Körpers zu erforschen und an neuartige Grenzen zu führen. Eine Auslotung der alltäglichsten aller Handlungen – des Essens.

von SILVANA MAMMONE Weiterlesen

Bachmann-Preis Tag 2: Hetzjagd nach Hawaiihemden

bachmannZé do Rock, Cordula Simon, Heinz Helle u. a.: der zweite Tag des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt.

von SARAH HERHAUSEN Weiterlesen

Das Leben ist schön! Ist das Leben schön?

Was ist falsch an einem unterhaltsamen Theaterabend? Muss eine Inszenierung heute immer unbequem sein? Bei Marketplace 76 von Jan Lauwers und Needcompany, uraufgeführt bei der diesjährigen Ruhrtriennale, bekommt man zumindest einen Sitzplatz und eine zusammenhängende Geschichte mit ästhetischen Bildern, die im Gedächtnis bleiben. Das besondere Zusammenspiel von Tanz, Gesang, Performance und bildender Kunst sowie ihre Mehrsprachigkeit zeichnen die international besetzte und fast 30 Jahren bestehende Needcompany aus und lassen auch diesen Theaterabend, trotz seiner Länge von zweieinhalb Stunden, zu einem kurzweiligen werden.

von GERDA LEVERS

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