Ehrliche Antworten aus dem Literaturbetrieb

Erwin Krottenthaler (Hg): Literaturnachen II // Quelle:  Voland & Quist

Viele Autoren vereinen die Einsamkeit am Schreibtisch und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Das kann man zumindest aus den Beiträgen der Sammlung Literaturmachen II herauslesen. Wie zehn Schriftsteller jedoch die Fragen im Rahmen der zweiten Gesprächsreihe Literatur und ihre Vermittler beantworten, zeugt vom Abwechslungsreichtum, Humor und den Möglichkeiten, die der Literaturbetrieb zu bieten hat.

von ALINE PRIGGE

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Prosapoesie

Isaak Babel: Die Reiterarmee. Quelle: Friedenauer Presse

Gibt es eine „poetische Wahrheit“? Oder ist diese Wendung, weil sie zwei einander widersprechende Begriffe zusammenführt, ein uneinlösbares Oxymoron? Falls jedoch eine poetische Wahrheit existiert: Was bedeutet sie? Wie erscheint sie? Woran erkennt man sie? Vielleicht gibt es keine zufriedenstellende Antwort, doch der Anspruch, den diese Fragen erheben, wurde von Isaak Babel in seinem Werk Die Reiterarmee in dreißig Erzählungen auf einzigartige Weise erfüllt.

 

Von JONAS PODLECKI

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Re-Lektüre der Sehnsucht

Andrzej Stasiuk - Der Stich im Herzen   Cover: SuhrkampReisen heißt leben“, schrieb Andrzej Stasiuk in Fado. „Jedenfalls doppelt, dreifach, mehrfach leben.“ Dieses Leben verbindet er stets mit dem Schreiben. „Wir wandern durch die Welt, um von ihr zu erzählen. Und keineswegs, um sie zu erobern, zu verändern, zu erkennen und zu verstehen, sondern lediglich, um ihre Schönheit zu beschreiben“, heißt es in seinem neuen Werk Der Stich im Herzen. Und so durchmisst Stasiuk wieder die Welt, diesmal den Osten Eurasiens, und aktualisiert damit, in einer leuchtend klaren Sprache, seine Reiseliteratur.

von JONAS PODLECKI

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Kreatives Schreiben in Frankfurt

COVER_Terézi Mora_Nicht Sterben_LuchterhandIn ihren Poetikvorlesungen Nicht sterben legt Terézia Mora minutiös Rechenschaft ab über die eigene Biografie als Autorin und gibt zahlreiche Hinweise für junge Kollegen.

von STEPHANIE HEIMGARTNER Weiterlesen

Ein Schwindel weltgeschichtlichen Ranges

Köhlmeier: Zwei Herren am Strand Quelle: Hanser VerlagDiese Österreicher mal wieder. Michael Köhlmeier erfindet Charlie Chaplin und Winston Churchill neu: als Freundespaar am Rande des seelischen Abgrunds im Roman Zwei Herren am Strand. Auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises hat es das Buch jedoch nicht geschafft. Zu Unrecht: Das literarische Vorhaben ist kühn und die Umsetzung liest sich großartig.

von FABIAN MAY

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Nichts grundsätzlich Falsches, aber Überflüssiges zum Roman

Händler Versuch über den Roman Quelle: S. FischerFalls Sie sich jemals Gedanken über die individuelle oder gesellschaftliche Funktion des Romans gemacht und noch nie den Namen Luhmann gehört geschweige denn etwas von ihm gelesen haben, dann greifen Sie ruhig zu Ernst-Wilhelm Händlers Versuch über den Roman als Erkenntnisinstrument. Doch Vorsicht, die Lektüre kann spontan auftretende Schlummersucht bewirken!

von KAI FISCHER

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Der talentierte Herr Gwisdek

Robert Gwisdek: Der unsichtbare Apfel (Quelle: Kiepenheuer und Witsch)Robert Gwisdek kannte man als Schauspieler, bevor er sich in den letzten zwei Jahren als Kopf der HipHop-Band Käptn Peng & die Tentakel von Delphi mit philosophisch absurden Texten eine beachtliche Fangemeinde erspielte. Jetzt veröffentlichte er den Roman Der unsichtbare Apfel, den er am 12. April in der ausverkauften Zeche Carl in Essen vorstellte.

von LINA BRÜNIG

 

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