Das Beste aus der Uckermark

Sasa Stanisic - Vor dem Fest   Cover: LuchterhandGestatten Hemgesberg, hier nun das Beste vom Feste. Vieles ist geschrieben worden über den Roman Vor dem Fest von Saša Stanišić. Ein gutes Buch ist es, zudem auch noch prämiert: Im März bekam Stanišić den Preis der Leipziger Buchmesse zuerkannt. Der Deutsche Buchpreis, auf dessen Longlist Vor dem Fest sich befindet, könnte folgen. Eine Nachlese zu einem Buch eines großartigen jungen Erzählers, der über den Tod, das kollektive Gedächtnis, den Krieg, das Leben und eine Fähe schreibt.

von NADINE HEMGESBERG

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Unsterbliche Vergangenheit

Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther   Quelle: Suhrkamp VerlagKatja Petrowskaja geht in Vielleicht Esther den Geschichten ihrer ursprünglich jüdischen Familie auf den Grund: Berichte ihrer Recherchen in Warschau, Mauthausen, Auschwitz und ihrer Heimatstadt Kiew verbindet sie kunstvoll mit eigenen Erinnerungen. Trotz der schweren Thematik gelingt ihr so ein verblüffend leichtgewobenes Textgeflecht – der Versuch, die großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts und deren Auswirkungen auf Einzelschicksale in eine dichte, berührende Erzählung zu binden.

von LINA BRÜNIG

 

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Sehnsucht nach Wirklichkeit

Lethen_Der Schatten des Fotografen Quelle: Rowolt Verlag BerlinDer vor wenigen Tagen in der Kategorie Sachbuch/Essayistik mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Kulturwissenschaftler Helmut Lethen lehrt uns in Der Schatten des Fotografen das Sehen und das Lesen von Bildern. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist dabei die Suche nach der Wirklichkeit in und hinter den Bildern – eine Suche, die überraschende, aber dennoch großartige (Um)Wege beschreitet.

von KATJA PAPIOREK

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Ivana im Bade

Martin Mosebach: Das Blutbuchenfest   Quelle: Hanser VerlagDas Blutbuchenfest steht am Ende eines langen schweren Lesestoffs, der in der Altherrengemeinde des gesetzten und gesitteten Feuilletons sicher seine feingeistigen, genusssüchtigen Freunde gefunden hätte. Oder nicht? Handy- und Fußball-Anachronismen stehen dem entgegen. Dabei scheint doch die Leseanweisung für diese Stellen mitgeliefert: Denn es ist ein „Wahnsinn, der sich ergibt, wenn man Literatur und Leben verwechselt“. Eine Erkenntnis, die vielen Figuren in diesem Buch abgeht, allen voran dem Ich-Erzähler.

von SYLVIA KOKOT

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Saša Stanišić gewinnt den Preis der Leipziger Buchmesse

Preis der Leipziger Buchmesse   LogoIm Jubiläumsjahr 2014, dem 10. Jahr der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse, geht der Belletristik-Preis an Saša Stanišić, der 1978 in Višegrad, einer kleinen Stadt im östlichen Bosnien, geboren wurde. In der Kategorie Übersetzung gewinnt Robin Detje, und Helmut Lethen konnte die Jury in der Kategorie Sachbuch überzeugen.

von NADINE HEMGESBERG

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Wie ein Popsong aus den 90ern

Hischmann_Am Ende schmeißen wir mit Gold   Cover BerlinPeng! Fabian Hischmanns Debütroman Am Ende schmeißen wir mit Gold hat alles, was eine Coming-of-age-Geschichte typischerweise vorweist: einen vom Leben gelangweilten Mittzwanziger, nostalgische Reisen in die Kindheit, Erinnerungen an Teenagereskapaden und ein tragisches Ereignis. Besonders neu klingt das nicht, aber „ganz okay“ würde man wohl im Jugendjargon sagen.

von ESRA CANPALAT

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