Kann man die Zeit umkehren?

Jeanette Winterson_Der weite Raum der Zeit von _KnausUnd falls ja, hieße das nicht, dass es in der vermeintlichen Kontinuität des Zeitverlaufs Brüche geben muss, Lücken, Löcher oder offene Räume? Der weite Raum der Zeit, der neue Roman der vielfach preisgekrönten Schriftstellerin Jeanette Winterson, handelt von einem solchen „Zeitloch“. Nicht weniger als 400 Jahre geht die Autorin zurück in die Vergangenheit, um uns eine erklärte „Cover-Version“ von einem der wundervollsten Shakespeare-Stücke, Das Wintermärchen, zu präsentieren.

von BERNHARD STRICKER Weiterlesen

west off 2015 – zwischen geteilter Verantwortung und geplantem Zufall

west off 2015Das Theaterfestival west off 2015 geht zu Ende. Mit dem Theatergame regere der Gruppe Progranauten sowie der Performance Feeding Fears von A Barrel of Monkeys verhandelt das FFT Düsseldorf komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge – auf der Bühne und außerhalb: So fragt es u. a. nach der Bedeutung des Zufalls, nach Privilegien und nach dem Gefühl, regiert zu werden.

von CHRISTOFER SCHMIDT und PHILIPP HANKE Weiterlesen

Die Büchse der (un)begrenzten Möglichkeiten

Pandora 88   Foto: Aurora NovaIn dieser Woche präsentieren zwei renommierte Tänzer der Off-Szene und Mitbegründer der fabrik in Potsdam, Wolfgang Hoffmann und Sven Till, das Physical Theatre Stück Pandora 88 bei den Ruhrfestspielen. Seit nunmehr zwölf Jahren – Uraufführung war im Jahr 2003 – begeistern sie mit ihrer außergewöhnlichen Performance auf engstem Raum, die im Zuge des Fringe Festivals bei den Ruhrfestspielen gezeigt wird.

von SILVANA MAMMONE

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„Kunstdiskurs? Lass mal, es ist ein Roman“

Dietmar Dath - Feldeváye. Roman der letzten Künste   Cover: SuhrkampDietmar Daths Roman der letzten Künste stellt eine alte Frage: Braucht es Kunst und wenn ja wozu? Doch diejenigen, die sich in und auf Feldeváye mit der Suche nach einer Antwort (oder vielen) beschäftigen, können sich nicht darauf berufen, dass es Kunst gibt und sie deswegen notwendig ist oder dass man sich mit ihr beschäftigen muss, weil es sie gibt – denn sie leben in einer Welt, die die Kunst „überwunden“, weil „verwirklicht“ hat. Trotzdem taucht sie wieder auf und verführt diejenigen, die ihr begegnen dazu, nicht nur die Werke, sondern sich selbst und ihr Universum auf eine Weise zu hinterfragen, die ihre ganze Welt in Gefahr bringt.

von SOLVEJG NITZKE

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Bist doch du, der hier fehlt. Zum Tode Peter Kurzecks

Peter Kurzeck bei einer Lesung 2008 Foto: Wikimedia User DontworryDa schreibt einer und erzählt. Immer weiter. Schreibt wie gesprochen, spricht wie geschrieben. Gegen das Vergessen, gegen das Vergehen, gegen den Tod, gegen die Zeit – und muss sich dann doch geschlagen geben. Am 25. November 2013 verstarb Peter Kurzeck im Alter von 70 Jahren.

von KATJA PAPIOREK

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