Ehrliche Antworten aus dem Literaturbetrieb

Erwin Krottenthaler (Hg): Literaturnachen II // Quelle:  Voland & Quist

Viele Autoren vereinen die Einsamkeit am Schreibtisch und die Auseinandersetzung mit sich selbst. Das kann man zumindest aus den Beiträgen der Sammlung Literaturmachen II herauslesen. Wie zehn Schriftsteller jedoch die Fragen im Rahmen der zweiten Gesprächsreihe Literatur und ihre Vermittler beantworten, zeugt vom Abwechslungsreichtum, Humor und den Möglichkeiten, die der Literaturbetrieb zu bieten hat.

von ALINE PRIGGE

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west off 2015 – zwischen geteilter Verantwortung und geplantem Zufall

west off 2015Das Theaterfestival west off 2015 geht zu Ende. Mit dem Theatergame regere der Gruppe Progranauten sowie der Performance Feeding Fears von A Barrel of Monkeys verhandelt das FFT Düsseldorf komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge – auf der Bühne und außerhalb: So fragt es u. a. nach der Bedeutung des Zufalls, nach Privilegien und nach dem Gefühl, regiert zu werden.

von CHRISTOFER SCHMIDT und PHILIPP HANKE Weiterlesen

Aporien des Bewusstseins, Unwegsamkeiten der Liebe

COVER_Heinz Helle_Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin SuhrkampEinst beschäftigten sich Philosophen mit dem Glück. Heute kümmern sie sich mehr um Neurobiologie. Heinz Helles intelligenter Debütroman Der beruhigende Klang von explodierendem Kerosin stellt die Frage, wie sich eins zum anderen verhält. Was macht eine neurowissenschaftliche Beschreibung mit der Wirklichkeit unserer intimen und sozialen Verhältnisse?

von BERNHARD STRICKER Weiterlesen

Neues von Schnitzler

Arthur_Schnitzler_Später Ruhm_Peter ZsolnayEduard Saxberger hatte eigentlich schon vergessen, dass er mal ein Dichter war. Erst der junge Mann, den er eines Tages in seinem Wohnzimmer vorfindet, bringt die Erinnerung zurück. Wolfgang Meier, Vertreter des literarischen Vereins „Begeisterung“, überschüttet den alten Mann mit ebensolcher und weckt in ihm den längst verloren geglaubten Wunsch nach Anerkennung. Schnitzlers nun erstmals veröffentlichte Novelle Später Ruhm nähert sich der Diskrepanz zwischen Dichtung, Kunststreben und Geltungswunsch mit einigem Humor und sieht dank seiner scharfsinnigen Darstellung der Literaturszene der Wiener Moderne alles andere als alt aus.

von SOLVEJG NITZKE Weiterlesen

Sehnsucht nach Wirklichkeit

Lethen_Der Schatten des Fotografen Quelle: Rowolt Verlag BerlinDer vor wenigen Tagen in der Kategorie Sachbuch/Essayistik mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Kulturwissenschaftler Helmut Lethen lehrt uns in Der Schatten des Fotografen das Sehen und das Lesen von Bildern. Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist dabei die Suche nach der Wirklichkeit in und hinter den Bildern – eine Suche, die überraschende, aber dennoch großartige (Um)Wege beschreitet.

von KATJA PAPIOREK

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„Dérèglement de tous les sens“ – Die dichterische Zügellosigkeit als Zukunft der Dichtung?

Arthur Rimbaud – Die Zukunft der Dichtung   Cover: Matthes & Seitz„Hier nun Prosa über die Zukunft der Dichtung“ – so setzt Arthur Rimbaud (1854 – 1891) in einem seiner provokanten Seher-Briefe an. In dem Beschluss „Das will nicht nichts bedeuten“, scheinen noch heute die Myriaden Geheimnisse der Lyrik auf. Entsprechend bedeutungsschwanger und vielversprechend mutet es an, dass Tim Trzaskaliks Übersetzung von zwei Essays (u.a. von Philippe Beck) und einem vergleichsweise ungeheuren Anmerkungsapparat begleitet wird.

von SELIN GERLEK

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